Wirtschaft + Unternehmen

"Einfach einbauen und vergessen"

Qualität auf hohem Niveau lautet das Credo des Maschinenbauunternehmens Weiss, das dieses Jahr sein 40 jähriges Jubiläum feiert. Scope-Redakteur Stefan Graf sprach mit Geschäfts- führer Uwe Weiß über das Geheimrezept für „einzig- artige“ Rundschalttische und Linearsysteme.

Welche Innovationen, Ideen oder Ereignisse haben zur Gründung und zum Erfolg der Weiss GmbH Sondermaschinentechnik maßgeblich beigetragen?

Am Anfang unserer Unternehmensgeschichte stand eine einfache Idee: Rundschalttische zu bauen, die qualitativ so hochwertig sind, dass sie nicht kaputt zu kriegen sind. Diese Vision meines Vaters prägt das Unternehmen Weiss heute noch so wie vor 40 Jahren. In unserer zentralen Produktaussage „Einfach einbauen und vergessen“ lebt sie weiter. Ein anderer Aspekt, der uns seit Firmengründung begleitet, ist der Mut zu unkonventionellen Lösungen und neuen technischen Denkansätzen. Wir sind in der Produktentwicklung stets einen eigenen Weg gegangen. Am Ende des Weges standen dann in der Regel überzeugende Lösungen für unsere Kunden.

Wofür sehen Sie den Namen Weiss als Unternehmen besonders stehen?

Die Antwort auf Ihrer Frage steckt ein Stück weit sicher in unserem Unternehmens-Slogan: „Technik, die begeistert“. Das ist für mich mehr als eine leere Phrase. Begeistert ist man ja nur von etwas, das einen mitnimmt. Das einen positiv bewegt. Wir wollen mit unseren Produkten immer wieder die Menschen begeistern. Den Kunden, der das Produkt einsetzt, aber auch die den Mitarbeiter, der der das Produkt einbaut oder der zu dem Produkt berät.

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Wie reagieren Sie auf den hohen Kostendruck in Ihrer Branche?

Durch den Aufbau einer schlanken, schlagkräftigen Organisation ohne Wasserkopf und ständige Investitionen in die Firma und in die Mitarbeiter. Darüber hinaus konzentrieren wir uns darauf, zu einem fairen Preis mehr zu bieten als andere. Wenn ich einem Kunden für die gleiche Basisinvestition eine Anlage liefern kann, die – verglichen mit anderen Anbietern – doppelt so produktiv ist, dann ist die Kostenfrage eher zweitrangig.

Die Produkte von führenden Anbietern einer Branche werden gerne kopiert. Wie begegnen Sie dieser Herausforderung?

Da hilft nur die Flucht nach vorne. Wir versuchen, in unserer Produktentwicklung dem Markt stets zwei Jahre voraus zu sein. Das führt zu einem hohen Leistungsdruck, aber der hält uns fit und beweglich. Er ist ein Ansporn, täglich besser zu werden. Und letztendlich profitieren ja unsere Kunden davon.

Was schätzen Sie an dem Produktionsstandort Deutschland – und wo sehen Sie die Herausforderungen?

Für mich gibt es keinen Standort, der mehr Möglichkeiten und Chancen bietet. Sicher, wer in Deutschland bestehen will, der muss besser sein als Anbieter aus anderen Ländern. Aber dies wird ihm auf lange Sicht auch den entscheidenden Vorsprung verschaffen. Deshalb sage ich mir, wenn ich es heute in Deutschland schaffe, dann schaffe ich es auch morgen in der ganzen Welt.

Wie beeinflusst die Globalisierung Ihr Geschäft?

Ich stamme aus einer Generation, die bereits mit einer globalen Brille aufgewachsen ist. Vielleicht ist das der Grund, warum ich die Globalisierung für eine riesige Chance halte. Sicher ist ein weltweiter Aktionsradius für einen Mittelständler eine harte Herausforderung. Gleichzeitig ist er aber auch die Triebfeder der Innovation.

Welchen Stellenwert haben Aus- und Weiterbildung bei Weiss?

Weil Ausbildung, Nachwuchs und fachliche Qualifikation für uns geradezu überlebensnotwendig sind, haben wir das Jahr 2007 zum „Jahr der Weiterbildung“ gemacht. Ich möchte den Menschen, die hier arbeiten, in allen Bereichen die Chance zur Qualifikation bieten. for-insertion-at-end

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