12 Milliarden Euro Umsatz

Atlas Copco verzeichnet weiteres Rekordjahr

Atlas Copco hat seinen Umsatz 2017 um 15 Prozent gesteigert. Der Industriekonzern ist vor allem Bereich Vakuumtechnik gewachsen, der Umsatz stieg hier um 44 Prozent auf zwei Milliarden Euro.

Innovationen, wie der mechatronische Drehmomentschlüssel, tragen zum Wachstum von Atlas Copco bei. Der Konzern liefert neben Kompressoren, Generatoren und Vakuumpumpen auch Montagesysteme, Klebe- und Dosiertechnik sowie Stanznietsysteme. (Bild: Atlas Copco)

Der schwedische Industriekonzern Atlas Copco hat 2017 seinen Umsatz um 15 Prozent auf weltweit 116 Milliarden Schwedische Kronen (SEK) gesteigert (12 Milliarden Euro). Das organische Wachstum lag bei gut 10 Prozent. Die Auftragseingänge summierten sich auf 123 Milliarden Kronen oder 12,7 Milliarden Euro – plus 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr (103 Mrd. SEK). Beide Zahlen, Umsatz und Auftragseingang, bedeuten historische Höchststände für den Konzern, der Kompressoren, Druckluft- und Vakuumtechnik, Bau- und Bergbauausrüstungen sowie Industriewerkzeuge und Montagesysteme herstellt und vertreibt.

Zum Jahresende 2017 beschäftigte die Atlas-Copco-Gruppe weltweit 47.599 Mitarbeiter, etwa 3.500 mehr als Ende 2016. Der Betriebsgewinn lag mit 24,2 Milliarden Kronen mehr als ein Fünftel über dem Betrag von 2016, ebenso wie der Gewinn vor Steuern (23,1 Milliarden Kronen). In Deutschland waren Ende des Jahres unter dem Dach zweier Holdings (Atlas Copco Holding und Atlas Copco Deutschland) in rund 20 Gesellschaften etwa 3.400 Mitarbeiter beschäftigt, darunter mehr als 130 Auszubildende.

Vakuumtechnik tut sich hervor

Atlas Copco sammelte im vergangenen Jahr in allen fünf Konzernbereichen sowie allen wichtigen Regionen weltweit mehr Aufträge ein als 2016. Insbesondere der junge Konzernbereich Vakuumtechnik tat sich hervor: Der Umsatz wuchs um 44 Prozent auf 19,6 Milliarden Kronen (zwei Milliarden Euro). Daran hatte unter anderem der im zweiten Halbjahr 2016 übernommene Vakuumspezialist Leybold seinen Anteil, dessen Firmenzentrale sich in Köln befindet. Die Nachfrage nach Vakuumpumpen stieg in allen Industriebranchen, mit Schwerpunkten in der Halbleiterindustrie, der Herstellung von Flachbildschirmen sowie Laboren. Vor allem aus Asien und Nordamerika kamen mehr Aufträge als im Jahr zuvor.

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Auch der Konzernbereich Kompressortechnik blickt mit einem Umsatzwachstum von sieben Prozent auf 38,8 Milliarden Kronen (sieben Milliarden Euro) auf ein starkes Jahr zurück. Impulse brachte unter anderem die Markteinführung eines neuen Turbokompressors für hohe Druckluftbedarfe. Die Nachfrage stieg sowohl bei großen als auch kleineren Kompressoren weltweit und legte besonders in Nordamerika zu.

Der Konzernbereich Industrietechnik berichtet auch 2017 wieder von guten Geschäften. Die Umsätze stiegen weltweit um neun Prozent auf 16,4 Milliarden Kronen (1,7 Milliarden Euro). In der Industrietechnik bündelt Atlas Copco das Geschäft mit Industriewerkzeugen, Montagesystemen, Klebe- und Dosiertechnik sowie Stanznietsystemen. Der Konzernbereich profitierte von Investitionen der Automobilindustrie insbesondere in die Herstellung von Elektroautos und Kleintransportern. Auch die Luftfahrtindustrie fragte mehr Ausrüstung nach. Geografische Schwerpunkte waren zuletzt Südamerika, Europa und Asien, während sich die Nachfrage aus Nordamerika kaum veränderte.

Atlas Copcos Umsatz mit Ausrüstungen für die Energieerzeugung, den Tunnel- und Bergbau erholte sich 2017 deutlich. Der Tunnel- und Bergbau erzielte mit 29 Milliarden Kronen Umsatz (drei Milliarden Euro) ein Plus von 16 Prozent bei einer steigenden Nachfrage in allen Bereichen. Der kürzlich neu strukturierte Konzernbereich Power Technique („Energietechnik“) legte beim Umsatz um zwölf Prozent auf 13,2 Milliarden Kronen zu (1,3 Milliarden Euro). Dieser Konzernbereich bietet fahrbare Kompressoren, Stromerzeuger, Lichtmasten, Pumpen sowie handgeführte Bauwerkzeuge, Verdichtungs- und Betontechnik an. as

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