Autonome Bildverarbeitung

Mara Hofacker,

Bildverarbeitungssystem zur Qualitätsprüfung von Schutzmasken

Ein deutscher Hersteller von FFP2-Schutzmasken setzt seit Kurzem das autonome Bildverarbeitungssystem Inspekto S70 für die Qualitätsprüfung von Mund-Nasen-Schutzmasken ein. Die Ergebnisse sind positiv: Das System stellt sicher, dass die Masken den Spezifikationen entsprechen und die Fertigungslinie während der Produktion nicht beschädigt wird.

Das autonome Bildverarbeitungssystem Inspekto S70 prüft verschiedene Qualitätsmerkmale von FFP2-Schutzmasken während der Produktion. © Inspekto

Mit seinem Produkt Inspekto S70 unterstützt Inspekto den Kampf gegen COVID-19. Der deutsch-israelische Pionier der autonomen Bildverarbeitung hat der Univent Medical GmbH, einem deutschen Hersteller von FFP2-Mund-Nasen-Schutzmasken in Villingen-Schwenningen, diese Systeme zur Verfügung gestellt, um eine vor Kurzem fertiggestellte neue Produktionslinie für Schutzmasken damit auszurüsten und somit auf die stark gestiegene Nachfrage nach dieser Schutzausrüstung reagieren zu können.

Inspekto S70 ist nach Herstellerangaben das erste eigenständige, sofort einsatzbare Bildverarbeitungssystem zur industriellen Qualitätssicherung. Im Gegensatz zu maßgeschneiderten Bildverarbeitungslösungen, die einen komplexen und zeitaufwändigen Integrationsprozess erfordern, ist Inspekto S70 ein vollständig konfiguriertes Gerät, das sofort einsatzbereit ist und nur die Integration in die Produktionslinie erfordert. Diese Eigenschaft bietet einen Vorteil für Hersteller, die schnell eine zuverlässige Lösung für die Qualitätssicherung benötigen, ohne die Vorlaufzeiten herkömmlicher Bildverarbeitungsprojekte abwarten zu müssen, deren Entwicklung und Integration häufig mehrere Wochen oder sogar Monate dauert.

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Bei der nun realisierten Qualitätsprüfung von FFP2-Schutzmasken bestand die Aufgabe für Inspekto S70 darin, Fehler an den mit Ultraschall geschweißten Masken, am metallischen Nasenbügel, am Firmen- und CE-Logo sowie an den verschweißten Bändern sicher zu erkennen. Die Inspektion des metallischen Nasenbügels ist dabei von entscheidender Bedeutung, da defekte Metallstreifen die Schneidemaschine in der Produktionslinie dauerhaft beschädigen könnten.

Die vergangenen Wochen haben gezeigt, dass die Ergebnisse der Installation sehr positiv sind, so Inspekto, da mit dem System eine genaue und zuverlässige Qualitätssicherung durchgeführt werden konnte: Masken, die Defekte in den untersuchten Bereichen oder fehlerhafte Metallstreifen aufwiesen, wurden zuverlässig erkannt.

Fehler an den mit Ultraschall geschweißten Masken, am metallischen Nasenbügel, am Firmen- und CE-Logo sowie an den verschweißten Bändern erkennt Inspekto S70 sicher. © Inspekto

„Eine manuelle Inspektion weist unweigerlich eine sehr hohe Fehlerrate auf, was bei der Produktion von kritischen Schutzausrüstungen wie Mund-Nasen-Schutzmasken nicht akzeptabel ist", betont Jürgen Eichinger, Betriebsleiter der Univent Medical GmbH. „Qualität steht im Mittelpunkt unserer gesamten Fertigung. Deshalb benötigten wir eine flexible Bildverarbeitungslösung, die schnell einzurichten und einfach zu bedienen ist. Mit Inspekto haben wir den idealen Partner für diese Aufgabe gefunden.“

„Wir sind sehr stolz darauf, Teil der Bemühungen zu sein, die enorme Nachfrage nach hochwertigen Schutzmasken in diesen turbulenten Zeiten zu befriedigen. Eines der Ziele von Inspekto ist es, allen kleinen und großen Herstellern solcher Schutzausrüstungen eine erstklassige automatisierte Lösung für ihre Qualitätssicherung zu ermöglichen“, erklärt Ofer Nir, CEO von Inspekto. „Wir haben früh erkannt, dass Hersteller eine flexible und kostengünstige Option zur Inspektion ihrer Produkte benötigen und dass dieser Bedarf irgendwann kritisch werden würde. Jetzt ist dieser Moment gekommen und wir haben eine hervorragende technische Lösung für diese Aufgabenstellung.“

Vanessa Pfau, Managerin für den Inspekto-Standort in Deutschland, ist davon überzeugt, dass die Flexibilität der Inspekto-Systeme für Hersteller auch nach der Pandemie von entscheidender Bedeutung sein wird: „Inspekto S70 arbeitet nicht produktspezifisch, sondern lernt die Eigenschaften eines neuen Produkts autonom in etwa einer Stunde aus nur 20 Gutteilen und zeigt danach alle Anomalien während der Inspektion an. Aufgrund dessen kann das System sehr flexibel eingesetzt werden, um eine Vielzahl verschiedener Gegenstände zu inspizieren“, betont Pfau.

„Die Produktionslinie für die FFP2-Schutzmasken wurde erst vor wenigen Monaten realisiert“, ergänzt Pfau. „Die Anlage wurde mit Mitteln der Deutschen Bundesregierung entwickelt, um Hersteller bei der Anpassung ihrer Produktionslinien für Schutzausrüstungen zu unterstützen. Mit Inspekto S70 war es sehr schnell möglich, die Eigenschaften von FFP2-Masken anzutrainieren. Bei künftigen Produktionswechseln sind diese Systeme jedoch in der Lage, auch völlig andere Produkte zu prüfen.“

Inspekto S70 könnte nach der derzeitigen Pandemie bald auch in der Produktion anderer medizinischer Geräte zur Qualitätssicherung zum Einsatz kommen, so das Unternehmen. 

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