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Artikel und Hintergründe zum Thema

Optische Datenübertragung

Diamond, eks Engel FOS und Muckenhaupt & Nusselt kooperieren

Die Unternehmen Diamond GmbH, eks Engel FOS GmbH & Co. KG und Muckenhaupt & Nusselt GmbH & Co. KG haben eine Kooperation vereinbart. Das teilten die Geschäftsführer in einer Pressekonferenz auf der SPS IPC Drives mit.

Ralph Engel, Andreas Kohl, Christian Muckenhaupt

Ziel ist es, gemeinsam maßgeschneiderte Lösungen für die optische Datenübertragung in der Automatisierung anzubieten. Das Leistungsspektrum umfasst sowohl die Verkabelung und die Anschlusstechnik als auch die aktiven Netzkomponenten wie Ethernet-Switches und Feldbuskonverter. Je nach Anforderungen der Kunden wollen die drei Partner aufeinander abgestimmte Varianten von Standardprodukten oder neue Systeme entwickeln, die ab Stückzahl 1 und in Serienfertigung erhältlich sind. Geplant ist ein umfassender Service, der von der Planung über die Installation und Wartung bis hin zu Schulungen reicht. Die Vertriebsaktivitäten sind auf mittelständische Unternehmen ausgerichtet, werden eng koordiniert und die Projekte anschließend jeweils von einem der Partner federführend betreut.

Ausgangspunkt der Kooperation war ein Projekt von Diamond für die Vernetzung und Fernspeisung von IP-Kameras in rauer Umgebung. „Die Signale sollten mit Gigabit-Geschwindigkeit via Lichtwellenleiter übertragen und die Kameras über die Datenleitung über eine Entfernung von 200 Metern mit Strom versorgt werden“, erläuterte Geschäftsführer Andreas Kohl. Das Unternehmen hat mit FlexMile zwar ein optisches IP65/67-Verkabelungssystem, aber der Medienkonverter unterstützte weder Gigabit noch PoE+. Außerdem fehlte ein leistungsfähiges Hybridkabel. „Deshalb haben wir eks Engel und Muckenhaupt & Nusselt mit ins Boot geholt“.

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Gemeinsam verfügen die Partner über eine umfassende Kompetenz auf dem Gebiet der optischen Datenübertragung. „Das ist aber sozusagen nur eine Seite der Medaille“, sagte Geschäftsführer Christian Muckenhaupt. „Mindestens ebenso wichtig ist es, dass wir durch Plattformkonzepte in vergleichsweise kurzer Zeit spezielle Kabel, Stecker und Netzwerkgeräte entwickeln können, die die Anforderungen der Kunden optimal erfüllen.“ Geschäftsführer Ralph Engel ergänzte: „Für die großen Hersteller in der Automatisierungsbranche geht es normalerweise erst bei mehreren hundert oder gar tausend Geräten los, bei uns bereits ab einem.“

Die maßgeschneiderten Lösungen der drei Unternehmen seien nicht auf bestimmte Industriebranchen oder Automatisierungsszenarien festgelegt. „Im Grunde lassen sie sich in nahezu allen Anwendungen einsetzen, in denen große Datenmengen mit geringer Latenz schnell übertragen werden müssen“, so Andreas Kohl. Aufgrund der physikalischen Eigenschaften von Lichtwellenleitern spielen Bandbreiten, Entfernungen und elektromagnetische Störfelder so gut wie keine Rolle. „Mit leistungsfähigen Netzkomponenten sind je nach Relation zwischen maximaler Datenrate und Übertragungsdistanz ohne Weiteres 40 Gigabit pro Sekunde und mehrere hundert Kilometer möglich.“

Aktuell lassen sich optische Infrastrukturen für Ethernet, Profinet sowie alle gängigen Feldbussysteme und serielle Schnittstellen wie RS232 und RS485 realisieren. „Wir sind aber auch in der Lage, Lösungen für andere Kommunikationstechnologien umzusetzen, beispielsweise OPC UA oder TSN“, sagte Ralph Engel. Die Partner werden sich bei den Projekten jedoch auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren, also etwa keine Antriebsregler entwickeln. „Schließlich heißt es nicht umsonst, Schuster bleib bei deinem Leisten“, so Christian Muckenhaupt. Die Geschäftsführer betonten jedoch, dass die Tür für weitere Partner offenstehe. kp

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