Fraunhofer IPA auf der EMO

Fehler in verketteten Produktionsprozessen erkennen

Von 18. bis 23. September präsentiert sich das Fraunhofer IPA auf der EMO in Hannover. Im Zentrum stehen die Potenziale von Big-Data-Analytics für die Fertigungsoptimierung und die Sägetechnologie. Gezeigt werden das Analysetool "Smarte Systemoptimierung" sowie Lösungen für das smarte Sägen.

Bei der »Smarten Systemoptimierung « zeichnen Kameras die relevanten Prozessmerkmale in verketteten Anlagen auf. Auf dieser Basis ermittelt die Anwendung die wichtigsten Fehlerquellen und deren Ursachen. © Foto Universität Stuttgart IFF/Fraunhofer IPA, Foto: Rainer Bez

Mit der »Smarten Systemoptimierung« hat das Fraunhofer IPA Anfang 2016 ein intelligentes Werkzeug vorgestellt, das Fehler in verketten Fertigungssystemen erkennt und ihre Ursachen sowie die Fortpflanzung automatisiert aufzeigt. Schlüsseltechnologie sind adaptierte Algorithmen, die speziell zur Analyse von schnelltaktenden Stückgüter-Produktionslinien entwickelt wurden. Seit Anfang 2017 haben die Wissenschaftler das Werkzeug um einen hochperformanten Konnektor erweitert, der neben den intelligenten Zusatzsensoren wie z.B. smarte Kameras zusätzlich große Datenmengen aus gängigen Maschinensteuerungen extrahieren kann. Bisher sind Maschinensteuerungen von Beckhoff, der Siemens S7-Baureihe und Mitsubishi Q-Serie entwickelt und im Industriekontext angewendet. Bei der Schott Schweiz AG haben die Experten mit der Methodik ein hochautomatisiertes Fertigungssystem zur Herstellung von Spritzen optimiert und die OEE um ca. zehn Prozent erhöht. In seinem Vortrag stellt Felix Müller, Fachthemenleiter Autonome Fertigungssystemoptimierung, das Konzept zur datengetriebenen Produktionsanalyse und -optimierung vor.

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Das Fraunhofer IPA stellt seine Themen im Rahmen der Sonderausstellung der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Produktionstechnik (WGP) zum Thema Industrie 4.0 vor. Auf einer Fläche von 60 qm zeigen WGP-Forschungsinstitute und Firmen, die Industrie 4.0 bereits umsetzen, ihre Anwendungen. Weiterhin umfasst die Ausstellung ein wissenschaftliches Forum für Zuschauer aus aller Welt. Bereits im letzten Jahr hatten WGP und Fraunhofer IPA zusammengearbeitet und ein Grundsatzpapier, den »WGP-Standpunkt Industrie 4.0«, verfasst und an das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) übergeben. kf

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