Multifunktionale Zelle

Kuka im Innovationspark Augsburg

Gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) forscht und entwickelt die KUKA Systems bereits seit Jahren an innovativen Prozessen und Automatisierungslösungen von Morgen. Am 14. Mai eröffnete im Innovationspark das DLR-Zentrum für Leichtbauproduktionstechnolgie ¿ den Standort DLR-ZLP-Augsburg. Mit dabei ist der Augsburger Systemintegrator Kuka mit einer Multifunktionalen Zelle und weiteren Erprobungszellen.

Erforscht und entwickelt werden hier Produktionsprozesse im Industriemaßstab für die Luft- und Raumfahrtbranche.

Die Multifunktionale Zelle von Kuka Systems.

Automationslösungen entlang verschiedener Prozessketten zum Thema Leichtbau stehen im neuen DLR-ZLP in Augsburg im Fokus. Themenschwerpunkte sind neben Faserverbund auch andere Leichtbau Werkstoffe. Von der Preform-Herstellung über die Infiltration und den Vakuumaufbau im Bereich Duroplaste, aber auch Thermoplast Technologie soll über die verschiedenen Prozessketten bis hin zur Inline Qualitätssicherung geforscht werden. Hierfür wurde im Rahmen einer Entwicklungskooperation mit dem DLR-ZLP vom Augsburger Automatisierungsspezialist Kuka Systems eine Multifunktionale Zelle entwickelt und gebaut. Ein großes Portal, dessen Struktur sich über eine Länge von fast 33 Metern und eine Breite von 16 Metern und sieben Metern Höhe erstreckt. Die Basis der Maschinenauslegung war die Bearbeitung von Großbauteilen, wie zum Beispiel Flugzeugrumpfstrukturen. Die Realisierung der Multifunktionalen Zelle wird von verschiedenen Entwicklungspaketen begleitet. Ein exemplarischer, aber wesentlicher Entwicklungsbaustein ist die präzise Online-Bahnkorrektur zur Genauigkeitssteigerung der eingesetzten Standard Industrieroboter.

"Die Multifunktionale Zelle muss für den Forschungsbetrieb konfektionierbar sein, ohne trennende Schutzeinrichtungen, um die Vision Mensch-Roboter-Kollaboration voranzutreiben. Mit Hilfe des DLR-ZLP in Augsburg kann Forschung auch im Industriemaßstab, im Rahmen gemeinsamer Entwicklung von Wissenschaft und Industrie erfolgen. Dies bedeutet, dass technologische Entwicklung nicht am Prinzip 'Demonstratoren im kleinen Maßstab' enden muss", sagt Stefan Bayer, Gruppenleiter Composite und Leichtbaulösungen. kf

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