Sensorik + Messtechnik
Direkt aus Eimern
sowie Tanks oder Fässern kann das Dosiermedium mit dem Präzisionsmikrodosiersystem PMDS 99 angesaugt werden. Dosier- und Mikrodosiersysteme für flüssige Medien wie Öle, Farben, leichtflüssige Pasten und Klebstoffe gibt es schon seit vielen Jahren. Diese Einrichtungen sind jedoch in der Investition sehr teuer und beanspruchen viel Zeit und hohe Kosten für das Befüllen und Austauschen der verwendeten Kartuschen. Dabei ist die Genauigkeit aufgrund der Viskosität und der Temperatur des Mediums, das sich durch die pulsende Druckluft erhitzt und den Füllzustand der Kartusche mit Fehlern von 50-80 Prozent behaftet.
Das Präzisionsmikrodosiersystem PMDS 99 ist kalibrierfähig. Die Mengen können von wenigen ml bis zu 50 ml vorgewählt und je nach Medium mit weniger als drei Prozent Fehler dosiert werden. Es müssen keinerlei Kartuschen mehr benutzt werden, denn die Dosiernadel ist mit einem Schlauch mit höchster Flexibilität verbunden. Das Dosiermedium kann direkt aus Eimern, Tanks oder Fässern angesaugt werden. Die hohe Zuverlässigkeit des Dosiersystems wird erreicht durch eine spezielle Schlauchpumpe mit zehn Andruckrollen, die über einen Schrittschaltmotor mit 200 Schritten pro Umdrehung gesteuert wird. Pumpe oder Ventile trocknen weder ein noch verschmutzen sie, denn mit dem Medium in Berührung kommt nur der Schlauch, der die Flüssigkeit oder Paste ansaugt, über die Schlauchpumpe dosiert und über die Dosiernadel ausbringt. Beim Wechseln des Schlauches wird eine Menge bis zum Kalibrierstrich in ein kalibriertes Gefäß eingefüllt. Der Mikroprozessor zählt die Schritte und kann dann gezielt dosieren.
Die Dosiergeschwindigkeit kann vorgewählt werden. Um ein Nachtropfen zu vermeiden ist es möglich, das Dosiermedium zurückzuziehen. Die LCD-Anzeige des mikroprozessorgesteuerten Präzisionsmikrodosiersystems PMDS 99 lässt die Dosiermenge, die Dosiergeschwindigkeit und die Rückzugsmenge vorwählen und stellt sie dar. Über eine RS232-Schnittstelle eines PCs kann man die drei Parameter vorprogrammieren und so während des Dosierprozesses auch computergeführt unterschiedliche Mengen an die jeweiligen Punkte dosieren. Der Einsatz an einem XY-Tisch mit individueller Dosierung ist ebenso möglich wie der Einsatz in ganzen Produktionssystemen. st








