Fanuc wächst zweistellig

Start der Akademie im Herbst

Ein Rekordergebnis verzeichnete Fanuc Deutschland im abgelaufenen Geschäftsjahr. Über alle drei Geschäftsbereiche wuchs der Umsatz um 18 Prozent auf 212 Millionen Euro.

Deuschland-Geschäftsführer Olaf Kramm von Fanuc freut sich über zweistelliges Wachstum in 2015 – und erwartet für dieses Jahr ähnliche Zahlen. (Foto: Fanuc)

Im vergangenen Geschäftsjahr 2015/16 wurden nahezu 4.000 Roboter verkauft und die Stückzahlen in den vergangenen fünf Jahren fast vervierfacht. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Geschäftsführer Olaf Kramm erneut ein zweistelliges Wachstum. Die Zahl der Mitarbeiter in Deutschland stieg auf inzwischen rund 300. Weiter ausgebaut wird die Zahl der Ausbildungsstellen.

Größter Markt für den Roboterabsatz mit stark steigender Tendenz ist und bleibt die Automobilindustrie. Im Base Business gehört das Be- und Entladen nach wie vor zu den am meisten nachgefragten Projekten. „Sehr positiv entwickelt sich der Markt für automatisierte Messtechnik“, bilanziert Olaf Kramm. Große Fortschritte habe Fanuc in der Fügetechnik gemacht. Wachstum sei auch im Bereich Verpackung mit den Aufgaben Picken, Packen, Palettieren zu verzeichnen, wenn auch nicht mit den gewünschten Steigerungsraten.

Bei der positiven Entwicklung spielen das allgemeine Marktwachstum und die Vertriebsstrategie von Fanuc zusammen. Kramm: „Wir haben das Kompetenzpaket und halten uns aus dem Projektgeschäft raus. Wir sind für unsere Systemintegratoren ein strategischer Partner und machen ihnen keine Konkurrenz.“ Auch deshalb habe das Unternehmen die Zahl der Systemintegratoren erneut steigern können; viele davon sind im weitesten Sinn dem Kreis der Zulieferindustrie zuzurechnen.

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Beim Megathema „kollaborative Roboter“ fokussiert sich der Roboterhersteller ganz auf den Industriebereich. Mittlerweile seien die ersten Roboter aus dieser Baureihe verkauft und in erste Projekte eingebunden. Erst im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen mit dem CR-35iA seinen industrietauglichen MRK-Roboter mit 35 Kilogramm Traglast vorgestellt. Inzwischen hat das Unternehmen diese Baureihe ergänzt mit dem neuen Sieben-Kilogramm-Modell; weitere Baugrößen legt die bisherige Produktpolitik nahe.

Zur Entwicklung der beiden anderen Geschäftsbereiche sagte Olaf Kramm: „In Summe ist auch das Geschäft mit CNC und Robomachines gut gelaufen.“ Der Maschinenbereich sei überproportional gewachsen, Spitzenreiter seien hier die Spritzgießmaschinen der Baureihe Roboshot. In der nächsten Ausbaustufe der Vertriebsaktivitäten stehe der CNC-Bereich ganz vorne.

Im Plan liegt die Anlaufphase der Fanuc Akademie, die derzeit im teilweisen Probebetrieb ist. Die 23 Millionen Euro Investition wird im Herbst zur AMB offiziell eröffnet. In insgesamt 22 Schulungsräumen mit neuester technischer Ausstattung sowie einem eigenen Gästehaus mit 67 Zimmern werden Schulungs- und Trainingsaktivitäten intensiviert. Im Laufe des Jahres wird auch das neue Technikzentrum in den Volllastbetrieb gehen, in dem für Kundenprojekte Tests unter Produktionsbedingungen an Fanuc-Maschinen gefahren werden können. bw

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