Atlas Copco weiht Anbau ein
Neues Zentrum für Fügetechnik-Innovationen
Anfang März hat Atlas Copco seine neue Kundenwelt mit Innovationszentrum in Bretten eröffnet. Hier werden künftig Fügetechnik-Lösungen für die Automobilindustrie und andere Branchen entwickelt.
Atlas Copco hat seine neue Kundenwelt in Bretten am Standort der bisherigen SCA Schucker eröffnet. Das Unternehmen firmiert seit dem 1. März 2018 offiziell als Atlas Copco IAS . Seit Mitte 2016 hatte der Konzern rund sieben Millionen Euro in den 4000 Quadratmeter großen Um- und Anbau der bestehenden Gebäude investiert, um Kunden mehr Fügetechniken unter einem Dach anbieten zu können. „In den Anbauten haben wir weitere Schulungs- und Büroräume untergebracht, im neuen Innovationszentrum werden wir innovative Fügetechnologien entwickeln und testen, und wir haben zusätzliche Flächen für Logistik und Lager geschaffen“, sagt Olaf Leonhardt, Geschäftsführer von Atlas Copco IAS.
Einer der Haupttreiber für die Investition sei der radikale Wandel, den insbesondere die Automobilindustrie als wichtigste Abnehmerbranche seit einigen Jahren durchlebe. „Unsere Kunden müssen sehr ehrgeizige globale Umweltziele erreichen“, erklärt Leonhardt weiter. „Wir wollen sie dabei unterstützen und mit eigenen Innovationen unserem Wettbewerb immer einen Schritt voraus sein.“ Atlas Copco hat seit einigen Jahren in für den Konzern neue Fügetechniken investiert. 2011 kam mit SCA die Klebe- und Dosiertechnik hinzu, 2014 das Stanznieten mit der Übernahme der britischen Henrob. Beide Unternehmen sind in die Division „Industrielle Montagelösungen“ des Konzernbereichs Industrietechnik integriert worden.
„Einer der großen Trends in der Automobilindustrie ist die Reduzierung des Fahrzeuggewichts“, so Leonhardt. „Multi-Material-Design ist heute die Regel. Um die neuen Werkstoffpaarungen zu fügen, braucht man umfassendes Prozessverständnis, Know-how und idealerweise Zugriff auf alle – oder möglichst viele – Fügetechnologien. In Bretten erfüllen wir genau diese Anforderungen.“
Im Innovationszentrum sind überwiegend automatisierte Montagestationen mit den Fügetechniken Kleben und Dosieren (inklusive Dichten und Dämmen), Stanznieten, Schrauben und Fließlochschrauben installiert und vorführbereit. Weitere Prozessschritte, wie die Qualitätssicherung mit Kamerasystemen, werden über Partner abgedeckt. Ein zweiter Trend in der Automobilindustrie und Grundlage für eine nachhaltigere Mobilität seien neue Antriebskonzepte, etwa rein elektrische oder hybride Antriebe, erläutert Leonhardt. Auch diese erforderten neue Fügelösungen, denn durch die intelligente Montage einer Antriebsbatterie könnten deren Langlebigkeit, Leistung und Sicherheit verbessert werden. as














