Produktionslogistik mit Karakuri-Brücke

Prozessoptimierung in der Fertigung mit Karakuri

Toyota Peugeot Citroën Automobile (TPCA) in Kolín, Tschechien, setzt auf das Konzept der Low Cost Automation (LCA). In der Fertigung werden Klimaanlagen für Kleinwagen über eine Karakuri-Brücke von Item transportiert. Routenzüge können ungehindert unter der Brücke durchfahren, während parallel der Transport der Klimaanlagen über die Brücke erfolgt. Im Ergebnis führt die Karakuri-Anwendung zu einem effizienten Materialfluss und gesteigerter Produktivität.

Durch den Einsatz der Karakuri-Brücke von Item konnte TPCA seine Produktionsabläufe automatisieren, optimieren und Mitarbeiter entlasten. © item Industrietechnik

Wie am Fließband bewegen sich die Klimaanlagen für die Fahrzeugmodelle Toyota Aygo, Peugeot 108 und Citroën C1 beim tschechischen Automobilhersteller TPCA von einer Fertigungslinie zur nächsten. Allerdings erfolgt der automatische Transport größtenteils rein mechanisch und unter Ausnutzung der Schwerkraft – als Karakuri-Anwendung.

TPCA setzte zunächst Transportwagen ein, die die benötigten Klimaanlagen bis zur Fertigungslinie brachten. Doch die Transportwagen kreuzten die Fahrwege der Routenzüge, weshalb diese häufig stoppen mussten. Der Materialfluss wurde dadurch unterbrochen und Prozesse waren ineffizient. Auf der Suche nach einer wirtschaftlichen Lösung mit optimierten Abläufen und höherer Produktivität wandte sich TPCA an Item, Anbieter von Systembaukästen für industrielle Anwendungen. Das Unternehmen hat langjährige Erfahrungen im Bereich Karakuri/LCA-Anwendungen und entwickelte in Zusammenarbeit mit TPCA eine an die Fertigung angepasste Lösung auf Basis des Lean-Production-Systembaukastens.

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Jetzt erfolgt der Transport der Klimaanlagen über eine sechs Meter lange, sechs Meter breite und fünf Meter hohe Karakuri-Brücke. Die Materialzuführung wird über einen Shooter realisiert. Nacheinander bewegen sich die Klimaanlagen auf Kleinladungsträgern (KLT) über eine Linearachse in einem Turm nach oben und werden auf Rollenbahnen über den Fahrweg hinweg auf die andere Seite befördert. Nach einer Richtungsänderung um 90 Grad und einer weiteren Transportstrecke von drei Metern gelangen die Klimaanlagen in einen zweiten Turm. Dort werden sie rein mechanisch wieder nach unten transportiert und können für die weitere Verarbeitung entnommen werden. Die leeren KLT bewegen sich in einen dritten Turm, in dem sie eine Lineareinheit nach oben befördert. Sie werden zunächst gestapelt, bevor Rollenbahnen die Viererstapel wieder über den Fahrweg hinwegtransportieren. Nach der Abwärtsbewegung in dem vierten und letzten Turm können die gestapelten KLT entnommen und erneut bestückt werden. Die gesamte Konstruktion besteht aus der Lineartechnik sowie dem Profilrohrsystem D30 und passender Verbindungstechnik von Item. pb

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