ACE-Stoßdämpfer

Praxisbeispiele: Stoßdämpfung bei Automationsaufgaben

Wer Massenkräfte in der Automatisierung industrieller Fertigungsabläufe effizient abbauen möchte, kommt in vielen Einsatzfällen an Kleinstoßdämpfern nicht vorbei. Vier Applikationen zeigen die Einsatzmöglichkeiten.

Kleinstoßdämpfer sorgen durch optimierte Verzögerung in den Endlagen für beschleunigte Transportbewegungen in der Elektronikindustrie. © ACE

Gleichbleibende Kennlinien sorgen für punktgenaues Verzögern von Massenkräften und damit auch für schnellere Taktzahlen in der Industrie. Diese Vorzüge galt es beim Verbauen von Kleinstoßdämpfern des Typs SC190EUM in einer Fertigungsstraße im ersten Fallbeispiel zu nutzen. Dort war die Integration in die bestehende Straße von entscheidender Bedeutung, um kostenintensive Änderungen an der Anlage zu vermeiden, in der mittels einer Lineareinheit elektronische Bauteile der Montage zugeführt werden.

Hier galt es, die Taktzeit auf 3.600 Takte pro Stunde zu steigern. Dies wäre ohne eine optimale, weich einsetzende Endlagendämpfung angesichts sehr schneller Bewegungen nicht möglich gewesen. Mithilfe der Kleinstoßdämpfer von ACE gelang die Optimierung der Fertigungsstraße mit vergleichsweise wenig Aufwand, wobei sich die Kosten der Verbesserung um 50 Prozent und die Betriebskosten durch Energieeinsparung um 20 Prozent im Vergleich zur Integration neuer Pneumatikmodule reduzieren ließen. Außerdem reduzierte sich der Betriebslärm um 30 dB/A.

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Bewegungen in einer Ultraschallpresse
Im zweiten Fall bestand die Aufgabe darin, die pneumatisch angetriebenen Bewegungen in einer hochwertigen Ultraschallpresse möglichst schnell und sanft anzufahren sowie zu bremsen. Für die letztgenannte Funktion kommen in der Vertikalbewegung oben und unten am Ende des Wegs ACE-Kleinstoßdämpfer als schützende Maschinenelemente zum Einsatz. Schließlich sind selbst bewährte und ausgefeilte Konstruktionen und die beste Pneumatik nicht vor den Folgen eines Stromausfalles, Bedienungsfehlers oder Cyberangriffs gefeit.

Zum Abbremsen und Schutz in der oberen Endlage wurden selbsteinstellende Kleinstoßdämpfer des Typs MC75EUM und im unteren Bereich einstellbare Modelle des Typs MA35EUM gewählt. In diesem Einsatzfall achteten die Ingenieure zwecks noch einfacherer Integration in die elegante, schlanke Anlage bei der Auswahl der Kleinstoßdämpfer darauf, dass sich deren Ausmaße ähneln. So haben beide einen gleichen Hub und über identische Durchmesser von Kolbenstange und Außenkörper.

ACE Kleinstoßdämpfer reduzieren im Führungsschlitten eines Universalverschraubers die Aufprallgeschwindigkeit bei jedem Takt. © Metallatelier

Kleinstoßdämpfer halten dicht
Bei einem Universalverschrauber von Flaschen mit unterschiedlichen Aufsätzen ging es im dritten Fall darum, Wartungsarbeiten zu vermeiden. In allen Funktionen der Anlage kommen deshalb sowohl in der oberen als auch der unteren Endlage Kleinstoßdämpfer vom Typ MC150EUMH zum Einsatz. Im Gegensatz zu den übrigen Einsatzfällen ist der hier verwendete Kleinstoßdämpfertyp nicht nur größer und damit stärker, sondern er hat auch eine andere Dichtungstechnik. Dies liegt an den wirkenden Querkräften in der unteren Endlage. Dafür verantwortlich ist ein nicht ganz biegefreier Arm der Anlage.

Um für die Querkräfte gerüstet zu sein, arbeitet der Kleinstoßdämpfer des Typs MC150EUMH mit einer Rollmembran-Dichtung. Im Gegensatz zu Dämpfern, die mit einem Nutring gesichert sind, wird hier die Kolbenstange nicht von der Dichtung weggedrückt, wodurch Standzeiten von bis zu 25 Millionen Hüben möglich sind.

Selbsteinstellende Kleinstoßdämpfer von ACE sind wartungsfrei und mit verschiedenem Zubehör und Anschlussteilen lieferbar. © ACE

Integriert in Linearmodule
Die bessere Wirtschaftlichkeit der ACE-Kleinstoßdämpfer gab auch den Ausschlag für deren Einsatz in der vierten Applikation. Dort lässt sich durch den Einsatz von in Linearmodulen integrierten Kleinstoßdämpfern des Typs MC30EUM Geld sparen. Zwar wird in vielen industriellen Anwendungen der Bremsvorgang bei pneumatisch angetriebenen Modulen mittels Pneumatik bewältigt. Doch hier entschieden sich die Ingenieure in den Endlagen für die hydraulische Verzögerung, da den einmaligen Investitionskosten für die Maschinenelemente von ACE Einsparungen von mehreren Tausend Euro auf Seiten der Betriebskosten gegenüber stehen. Diese ergeben sich unter anderem daraus, dass sich dank Kleinstoßdämpfern die Massen mit dem kleinstmöglichen Pneumatikzylinder bewegen lassen, wodurch die Verwendung kleinerer Ventile und Wartungseinheiten möglich ist.

Überdies wird auf Dauer Druckluft und der zur Verteilung nötige Strom für den Bremsvorgang gespart. So sind bei der pneumatischen Endlagendämpfung circa drei bis vier Kubikzentimeter Luft notwendig, die häufig auf bis zu 70 bar verdichtet werden. Mit Kleinstoßdämpfern schlagen die dafür nötigen Betriebskosten nicht mehr zu Buche, da die filigranen mechanischen Komponenten von ACE die Massenkräfte sicher und schnell beim Erreichen der Endlage mit dem zusätzlichen Vorteil einer deutlich geringeren Maschinenbelastung abbremsen, indem sie die kinetische Energie in Wärme verwandeln, die nach Außen abgegeben wird.

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