Neue Themen, neue Struktur

Plattform Industrie 4.0 künftig Sache der Politik

Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Johanna Wanka und der Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel, haben am Montag gemeinsam den Startschuss zur Gründung der Plattform Industrie 4.0 gegeben und deren Leitung übernommen.

Die neue Struktir der Plattform Industrie 4.0

Nach, wie es heißt, erfolgreicher Arbeit der Verbändeplattform Industrie 4.0 des VDMA, ZVEI und BITKOM wird das Thema in der Plattform Industrie 4.0 nun auf eine breitere politische und gesellschaftliche Basis gestellt und sowohl thematisch als auch strukturell neu ausgerichtet. Neue Themen wie Sicherheit vernetzter Systeme, rechtliche Rahmenbedingungen, Arbeit/Aus- und Weiterbildung erfordern einen Schulterschluss von Wirtschaft und Wissenschaft, Politik und Gesellschaft.

Bundesministerin Johanna Wanka sagte: "Ich finde es gut und wichtig, dass jetzt die Akteure, die zum Gelingen von Industrie 4.0 entscheidend sind, gemeinsam an der Zukunft der deutschen Wirtschaft arbeiten. Als fortschrittliche Industrienation müssen wir den Anspruch haben, die digitale Revolution zu gestalten. Ich bin mir sicher, dass unsere Initiative international wahrgenommen wird: Deutschland bewegt sich, Made in Germany wird noch leistungsfähiger." Für die Umsetzung von Industrie 4.0 in Deutschland ist laut Wanka wichtig, dass gerade mittelständische Unternehmen stärker in die Lage versetzt werden, die Chancen von Industrie 4.0 zu nutzen. "Dafür müssen wir die Zuverlässigkeit und Sicherheit der Informationstechnik verbessern und haben gerade die Forschung in diesem Bereich verstärkt", so Wanka.

Anzeige

Bundesminister Sigmar Gabriel: "Der Startschuss der Plattform Industrie 4.0 zeigt, dass alle relevanten Akteure aus Industrie, Wissenschaft, Gewerkschaft und Politik bei dem für unseren Wirtschaftsstandort so wichtigen Thema Industrie 4.0 an einem Strang ziehen. Mit der Neuausrichtung der Plattform wollen wir schnell zu ersten Ergebnissen kommen, damit diese in konkreten Anwendungsbeispielen von den Unternehmen getestet und anschließend in Geschäftsmodellen umgesetzt werden können. Unser Ziel ist es, Industrie 4.0 zu einer Erfolgsgeschichte für Deutschland zu machen und unser Land als Leitanbieter für cyber-physische Produktionssysteme zu etablieren. Als Fabrikausrüster der Welt bietet unsere Wirtschaft dafür sehr gute Voraussetzungen."

Das Leitungsgremium der Plattform wird neben Bundesforschungsministerin Wanka und Bundeswirtschaftsminister Gabriel mit Vertretern aus Wissenschaft, Gewerkschaften und Wirtschaft besetzt. Ein Strategiekreis mit Vertretern aus Bundesressorts, Unternehmen, Verbänden, Gewerkschaften, Wissenschaft und Bundesländern wird die Aufgabe der politischen Steuerung sowie die Rolle von Multiplikatoren übernehmen. Ein Lenkungskreis, bestehend aus Unternehmern, den Leitungen der Arbeitsgruppen und unter Beteiligung des Bundesforschungsministeriums und Bundeswirtschaftsministeriums, wird als Entscheidungsgremium für die Strategieentwicklung, technische Koordinierung und Umsetzung verantwortlich sein.

Die Plattform Industrie 4.0 hat ihre inhaltlichen Schwerpunkte zunächst in fünf Arbeitsgruppen: Referenzarchitektur, Standardisierung und Normung; Forschung und Innovation; Sicherheit vernetzter Systeme; Rechtliche Rahmenbedingungen; Arbeit, Aus-/Weiterbildung.

Bei der Auftaktveranstaltung der Plattform Industrie 4.0 am 14. April 2015 auf der HANNOVER MESSE werden die ersten Ergebnisse der bisherigen Verbändeplattform sowie Ausblick, Zielrichtung und Agenda der Plattform vorgestellt und diskutiert. Erste greifbare Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen sollen bis Ende des Jahres erarbeitet und auf dem IT-Gipfel vorgestellt werden.

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

Editorial

Eigentlich …

… sollten wir, das Team von INDUSTRIAL Production und Sie, unsere Leserinnen und Leser, uns in den nächsten Tagen auf dem Messegelände in Hannover treffen. Doch dieses Treffen muss, wie so viele zuvor und so viele, die noch kommen sollten, ausfallen.

mehr...

Matrix-Zelle

Die Linie war gestern

Stecher Automation realisiert mit der Matrix-Zelle die Smart Factory. Es sind diverse Fertigungsprozesse integrierbar. Die Zelle verkettet die Prozesse derart, dass mehrere Produkte gleichzeitig und flexibel herstellbar sind. Ein Beispiel für...

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Digitalisierung

Trainingsmodul für neue Prozesse

Mit einem modular aufgebauten Live eTraining „Digitalisierung der modernen Arbeitswelt – Einstieg in Industrie 4.0“ vermittelt die Rexroth Academy praxisnah Grundlagen, Auswirkungen und Perspektiven der Digitalisierung im industriellen Umfeld.

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige