Digital-Gipfel in Dortmund

Mara Hofacker,

Festo unterstützt GAIA-X

Beim Digital-Gipfel am 28. und 29. Oktober stellte das Bundeswirtschaftsministerium das Projekt GAIA-X zum Aufbau einer vernetzten, offenen Dateninfrastruktur als „Wiege eines offenen, digitalen KI-Ökosystems“ vor. Festo unterstützt den Aufbau einer solchen Dateninfrastruktur für Europa. 

Als derzeitiger Leiter des Lenkungskreises der Plattform Industrie 4.0 hat Dr. Frank Melzer das Projekt GAIA-X mit initiiert. © Festo

„Digital Trust ist die Grundvoraussetzung für neue datenbasierte Lösungsansätze und digitale Geschäftsmodelle. Deshalb brauchen wir eine vertrauenswürdige und sichere, aber auch leistungsfähige Dateninfrastruktur in Europa“, sagt Dr. Frank Melzer, Vorstand Product and Technology Management bei Festo. Als derzeitiger Leiter des Lenkungskreises der Plattform Industrie 4.0 hat Dr. Frank Melzer das Projekt GAIA-X mit initiiert. Festo wird sich insbesondere bei der Validierung und Praxis-Erprobung von verschiedenen Use Cases beteiligen. „Für unsere Kunden – und damit auch für uns – sind Sicherheit und Vertrauen die Voraussetzung für eine erfolgreiche Umsetzung neuer Geschäftsmodelle mit einer transparenten Nutzung unterschiedlichster Daten in einem gut verzahnten Ökosystem. Uns ist dabei ein zentrales Anliegen, dass die Daten nicht nur sicher sind, sondern dass die neue digitale Infrastruktur auch auf internationaler Offenheit und Partnerschaft beruht“, so Dr. Frank Melzer.  

Unter dem Vorsitz von Frank Melzer wurde ein ganzheitliches Leitbild 2030 für die Industrie 4.0 mit dem Titel „Digitale Ökosysteme global gestalten“ erstellt und der Öffentlichkeit vorgestellt. Zentrale Ankerpunkte des Leitbilds sind die drei „grund-europäischen“ Werte Souveränität, Interoperabilität und Nachhaltigkeit. Basierend auf diesem Leitbild erarbeitete die Plattform einen Zehn-Punkte-Plan, in dem auch das GAIA-X-Projekt verankert ist. Weitere Fokusprojekte sind etwa die breite Anwendung der Referenzarchitektur Industrie 4.0 mit der sogenannten Verwaltungsschale oder die Herausarbeitung von guten Praktiken und Handlungsbeiträgen für eine klimaneutrale Produktion.

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Festo hat den Anspruch, Innovationsführer und damit auch bevorzugter Automatisierungspartner für seine Kunden weltweit zu sein. Der Fokus liegt dabei auf der Weiterentwicklung dezentraler, autonomer Systeme und künstlicher Intelligenz (KI), die eine sichere Dateninfrastruktur erfordern. Festo hat daher im April 2018 den KI-Spezialisten Resolto gekauft. „Das Thema Analytics und künstliche Intelligenz wird unser Produktportfolio enorm beeinflussen, indem beispielsweise KI-Algorithmen sowohl in die Cloud als auch direkt in Komponenten von Festo eingebunden werden können“, so Dr. Frank Melzer.

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