Cloud Computing in der Produktion
Drei Mythen über Business Cloud-Lösungen
Bis zu 60 Prozent seiner Arbeitszeit verbringt ein Produktionsmitarbeiter mit der Erhebung und Verarbeitung von Informationen. Dieser Zeitaufwand könnte sich durch eine Technologie, die Informationen zentralisiert und die Kommunikation erleichtert, drastisch reduzieren. Zum Beispiel durch eine Cloud-basierte Lösung. Dagegen herrschen vielerorts jedoch noch Vorbehalte. Anbieter InfinityQS will aufklären.
Noch herrscht gerade in der Produktionsbranche und im Qualitätsmanagement eine große Verunsicherung, den Schritt in die Cloud zu wagen - gerade auch, weil häufig fundierte Informationen fehlen und stattdessen Mythen vorherrschen.
InfinityQS, Anbieter in den Bereichen Echtzeit-Unternehmensqualität und Manufacturing Intelligence, will mit einigen der gängigsten Mythen aufräumen und Fakten sprechen lassen.
Mythos 1: Die Cloud ist nur für Konsumenten.
Beim Stichwort „Cloud“ denkt man häufig zuerst an große Marken für die private Nutzung, wie z.B. Amazon. Doch auch für den Einsatz in Dienstleistungsunternehmen gibt es Beispiele, wie Salesforce.com oder Microsofts Office 365. Mittlerweile setzen zudem zahlreiche Finanzdienstleister oder Handelsunternehmen, und damit Branchen, die unter enormem regulatorischen Druck sowie hohen Compliance-Anforderungen arbeiten, auf Cloud Services. Die dort geltenden Vorteile lassen sich auch auf die Fertigungsbranche übertragen:
Flexible Kapazität: Die Kombination von automatisiertem Datenzugriff und Datenstandardisierung bietet Herstellern einen schnellen und effektiven Weg, Kapazitäten über mehrere Standorte zu verteilen, um sich auf veränderte Marktanforderungen einzustellen.
Standardisierung: OnSite-Lösungen entwickeln als Inselsysteme häufig ein Eigenleben, sodass beispielsweise an verschiedenen Standorten unterschiedliche Begriffe für den gleichen Prozess verwendet werden. Die fehlende Standardisierung kann auf Unternehmensebene viel Zeit kosten oder zu gravierenden Fehlern führen, wenn Führungskräfte versuchen, Daten aus verschiedenen Bereichen für die Analyse zu kombinieren oder abzugleichen. Cloud-basierte Systeme arbeiten mit standardisierten Begriffen und Messwerten, was die Datenanalyse erleichtert.
Standortunabhängiger Datenzugriff: Jeder Standort mit eigenem System bleibt ein Silo. Cloud-Computing integriert Daten standortübergreifend, sodass sowohl lokale Eingaben als auch eine zentrale Verwaltung möglich sind.
Mehr Zeit für das Kerngeschäft: In Fertigungsunternehmen geht es um die Produktion an sich, nicht um den Betrieb der IT-Abteilung. Cloud-basierte Dienste verringern die Last, in diesem Bereich IT Lösungen installieren, permanent aktualisieren und unterstützen zu müssen.
Mythos 2: Auf Dauer ist die Cloud teurer
Die Cloud macht Technologie-Investitionen zu Service-Investitionen und verursacht damit auf unbestimmte Zeit immer wiederkehrende Kosten. Das schreckt einige Unternehmen ab. Allerdings berücksichtigen diese oft nicht die immateriellen Kosten, die mit Vor-Ort-Lösungen in Verbindung stehen, wie zum Beispiel:
- Installations- und Implementierungskosten
- Kosten für den Aufbau und Erhalt des IT-Teams
- Hardware-Infrastrukturkosten, wie Strom
- Kosten für die Pflege und Aktualisierungen der Software
- Kosten für Fehlerbehebungen
Bei typischen Cloud-Implementierungen sind die routinemäßige Wartung sowie Installation und Upgrade-Kosten im Servicevertrag enthalten. Der Anbieter muss außerdem mit neuen technischen Anforderungen Schritt halten und erspart damit dem Anwender die Kosten für neue Technologie-Investitionen. In der Regel verursachen Cloud-Lösungen damit geringere Gesamtbetriebskosten und eignen sich aufgrund vorhersehbarer, laufender Betriebskosten besser für ein konsistentes Finanzmanagement.
Mythos 3: Die Cloud ist nicht sicher
Vollkommene Sicherheit liefert keine Lösung. Die Frage ist also, ob die Cloud genauso sicher ist wie lokale Lösungen. Nach aktuellen Studien ist Cloud Computing generell sogar sicherer.
Supply Chain-Strategien sind in der Regel stark auf die Logistik-Verwaltung der Lieferkette (Beschaffung, Durchlaufzeiten und Lieferung) ausgerichtet. Im Vordergrund steht die Frage: „Ist das Produkt zur richtigen Zeit am richtigen Ort?". Im Nachhinein stellt sich oft heraus, dass Probleme zu vermeiden gewesen wären, wenn Testprotokolle für kritische Attribute eingesetzt worden wären. Das traditionelle Modell des Supply-Chain-Managements kann Unternehmen anfällig machen, für einen „Domino-Effekt" durch Qualitätsmängel seitens der Lieferanten.
Die Cloud ermöglicht es Unternehmen, Kooperationsnetzwerke mit ihren Lieferanten aufzubauen, die die Echtzeit-Analysen von Prozessparametern und wichtigen Produkteigenschaften erleichtern. Durch dieses neue Modell können Supply-Chain-Manager nun die Frage beantworten, ob das Produkt zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist und ob es auf die richtigen Spezifikationen hin überprüft wurde.
Lieferanten können mithilfe von Qualitätsmanagement-Systemen ihre Prozesse verbessern, neue Aufträge gewinnen sowie die Kosten niedrig halten und befürworten daher solche Cloud-Lösungen.
So bieten derartige Lösungen folgende Vorteile für Lieferanten:
- Integriertes Cloud-Computing schließt die Feedback-Schleife, sodass Lieferanten in Echtzeit Daten erhalten, die sie sofort in ihrem Geschäftsbetrieb anwenden können.
- Schneller Datenzugriff beschleunigt Optimierungen und reduziert Ausschuss
- Sowohl Lieferanten als auch ihre Kunden profitieren von geringeren und kürzeren Produktionsverzögerungen
- Die Verbesserungen in der Qualitätskontrolle, die Lieferanten durch die Cloud-Konnektivität mit einem Kunden gewinnen, lassen sich auch zur Verbesserung anderer Prozesse nutzen.
Wer sollte einen zweiten Blick auf die Cloud werfen?
Heutzutage ist die IT ein integraler Bestandteil eines jeden Herstellungsprozesses. Unternehmen sollten sich die folgenden Fragen stellen, um festzustellen, ob Cloud-Computing für sie von Nutzen sein könnte:
- Kann das derzeitige IT-System die Daten mehrerer Standorte koordinieren und verwalten?
- Erleichtert das System die Standardisierung von Begriffen, Messwerten und Prozessen?
- Ermöglicht es die aktuelle Netzwerkstruktur, die Kapazität schnell an
- Kann das derzeitige IT-System die Daten mehrerer Standorte koordinieren und verwalten?
- Erleichtert das System die Standardisierung von Begriffen, Messwerten und Prozessen?
- Ermöglicht es die aktuelle Netzwerkstruktur, die Kapazität schnell an sich ändernde Marktbedingungen anzupassen?
- Kann der Verwaltungsaufwand der IT problemlos bewältigt werden?
- Hat das Unternehmen Unterstützung bei den Installationen, Upgrades und Wartungen seiner IT-Lösungen?
- Erhält das Unternehmen automatische Updates und Fehlerbehebungen?
- Kann das Unternehmen sein IT-Investitionen in besser vorhersagbare Betriebskosten umwandeln?
- Ist die Technologie vor Ort so sicher wie Cloud-Service-Optionen?
- Kann das Unternehmen seinen Zulieferern die Vorteile von Echtzeit-Datenzugriffen und -Analysen bieten?
Für Unternehmen, die die meisten Fragen mit „Nein" beantworten müssen, ist es vielleicht an der Zeit, „Ja“ zum Thema Cloud Computing zu sagen.










