Instandhaltung

Dem Staub auf der Spur

Der Einsatz in Recycling- und Aufbereitungsbetrieben
ist selbst für moderne Reinigungsfahrzeuge ein Härtefall. Vor allem Filterstäube, die bei Nässe ecklige Schmierfilme bilden, stellen höchste Anforderungen an die Kehrmaschinen.

Mit der Aufbereitung zinkhaltiger Reststoffe, die beim Einschmelzen von Stahlschrott anfallen, steht das Unternehmen B.U.S Zinkrecycling Freiberg mitten im Stoffkreislauf der metallurgischen Industrie. Einerseits entsorgt es die bei der Stahlproduktion entstehenden Filterstäube; andererseits liefert es als Ergebnis eines Aufarbeitungsprozesses Zinkoxid an die Zinkindustrie. Dabei setzen sich diese Filterstäube beim Umschlagen, Lagern und Verarbeiten stets auch auf dem Boden ab. Deshalb wird die rund um die Uhr laufende Aufbereitung von einem regelmäßigen Kehrmaschineneinsatz begleitet. Das Kehren der betriebseigenen Straßen und Betonflächen übernimmt eine Straßenkehrmaschine. Gehwege und kleinere Flächen kehrt ein Citymaster 1200 der Hako-Werke. Die Wartungszeiten ausgenommen laufen die beiden Wälzrohröfen von B.U.S. 365 Tage im Jahr rund um die Uhr.

Rund um die Uhr einsatzbereit

Das Unternehmen braucht also Reinigungsmaschinen wie den Citymaster von Hako, die ebenfalls zu jeder Zeit einsatzbereit sind und witterungsunabhängig ihre Aufgabe erfüllen können.

Die robuste Maschine erfüllt sowohl bei Trockenheit als auch bei Regenwetter ihren Dienst. Und sie lässt sich für den Winterdienst umrüsten. Dazu müssen die zwei Tellerbesen demontiert, das Frontkuppeldreieck angebaut und daran das Federklappenräumschild befestigt werden. Über das Frontkuppeldreieck lassen sich weitere Anbaugeräte montieren – etwa Räumschilde, Schneefräsen oder hydraulisch betriebene Mähwerke. Hydraulisch angetriebene Kombistreuer werden über einen Heckanbaurahmen ans Heck montiert. Und weil sich der Staub auf den Gehwegen und Betonflächen bei starkem Regen schnell in einen schmierigen Film verwandelt, erhielt der Citymaster in diesem Fall Spezialreifen.

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Die Hauptkehrzeit liegt bei B.U.S. zwar in der Frühschicht, in der täglich zwei Stunden maschinell gekehrt wird, doch der Einsatz des Hako-Citymaster 1200 erfolgt nach Bedarf in jeder Schicht. Auch aus diesem Grund hat das Unternehmen einen Wartungsvertrag abgeschlossen, der eine halbjährliche Generalüberholung mit einschließt. Übliche Pflegearbeiten übernimmt die betriebseigene Werkstatt selbst. Wunschgemäß wurde die Maschine mit einer Zentralschmieranlage ausgerüstet, so dass sich mit wenig Aufwand alle Schmierstellen versorgen lassen.

Während extremer Trockenzeiten ist oft die Installation zusätzlicher Sprühdüsen erforderlich. Die Servicetechniker von Hako-Service bauen sie in den Saugmund ein und verdoppeln in einem solchen Fall die Anzahl der Sprühdüsen an den Tellerbesen. Während die Standardausstattung zwei Sprühdüsen am rechten Tellerbesen und eine am linken aufweist, lassen sich bei Bedarf beide Tellerbesen auch mit je drei Sprühdüsen ausrüsten. Sowohl die sechs Sprühdüsen über den Tellerbesen als auch die Sprühdüsen am Saugmund erhalten das Wasser aus dem 180 Liter fassenden Frischwassertank. Dem Frischwasser wird ein halber Liter Reinigungsmittelkonzentrat zugesetzt. Da die Staubbindung im 1.000 Liter großen Kehrgutbehälter ebenfalls mit Wasser erfolgt, wird vor dem Kehren Wasser in den aus Edelstahl gefertigten Kehrgutbehälter gefüllt. Im Normalfall sind das etwa 150 Liter, die bei trockenem Wetter als Umlaufwasser zum Saugmund fließen und zusammen mit dem Kehrgut zurück in den Behälter gelangen. Bei nassem Wetter sperrt man den Zulauf des Umlaufwassers zum Saugmund ab. Weil der Staub in der Freiberger Zinkaufbereitung eine intensivere Befeuchtung der Kehrguts erfordert, nimmt der Kehrgutbehälter des Hako-Citymaster 1200 etwa 300 bis 320 Liter Wasser auf. Zum täglichen Reinigen und zum Entleeren kippen zwei Hydraulikzylinder den Kehrgutbehälter an. Die Kipphöhe beträgt 1,42 Meter, so dass man das Kehrgut direkt in entsprechend große Entsorgungscontainer schütten kann.

Kraftvoll und kompakt

Der wassergekühlte Vier-Zylinder-Dieselmotor des Citymasters leistet 33 kW (45 PS). Er erfüllt die Abgasrichtlinie 97/68EG Stufe IIIa, also die strengsten, derzeit gültigen Vorgaben. Mit seiner Kraft treibt er zwei Hydraulikpumpen an: Eine für den hydrostatischen Fahrantrieb und eine für den Antrieb des hydraulisch betriebenen Saugaggregats. Für den Einsatz bei B.U.S. ist aber nicht nur die hohe Saugleistung entscheidend, sondern auch die kompakte Bauweise und die hohe Wendigkeit. Mit seiner Höhe von nur 1.995 Millimeter unterfährt die Maschine Anlagenteile, durch die größere Kehrmaschinen nicht passen würden. Und dank seines Wenderadius von nur 2.750 Millimeter kann der Hako-Citymaster 1200 auch in verwinkelten Anlagenbereichen kehren.
Peter Springfeld/ ms

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