Beumer unterstützt Start-up Codept

Logistikplattform vereinfacht den Datenaustausch

Beumer unterstützt Felix Ostwald und Jonas Grunwald mit ihrer Firma Codept. Ihre neu entwickelte Logistikplattform vereinfacht den Datenaustausch zwischen Händlern und Fulfillment-Dienstleistern.

Felix Ostwald (li.) und Jonas Grunwald: „Die Idee entstand aus einer akuten Erfahrung heraus.“ © Beumer

„Dem Logistikbereich fehlt ganz klar, was im Zahlungsverkehr oder in der Onlinewerbung schon lange Standard ist: eine integrative Plattform, die einfachen Zugang zu einer großen Bandbreite an unterschiedlichen Dienstleistern bietet und gleichzeitig Optimierungsdienstleistungen entwickelt, die für einzelne Händler und Logistiker zu aufwändig wären“, beschreibt Felix Ostwald die Lösung, die die Anbindung von Fulfillment-Dienstleistern an E-Commerce-Händler deutlich erleichtern soll.

Der Mitgründer und Geschäftsführer hat zusammen mit seinem Partner Jonas Grunwald die Firma Codept gegründet. Allerdings nicht allein. Unterstützung erhalten die beiden vom in Berlin sitzenden autark aufgestellten Company Builder Beam – einer Ausgründung von Beumer. „Wir versuchen, große Probleme in der Logistik gemeinsam mit Gründerteams zu lösen“, erläutert Geschäftsführer Robert Bach. „Meine Aufgabe ist es, junge Unternehmen mit für uns relevanten Geschäftsideen zu finden oder bei deren Gründung zu begleiten. Dazu wollen wir drei Start-ups pro Jahr hervorbringen und unter dem Dach der Beam in eine eigene Gesellschaft überführen – wie Codept.“ Ziel sei es, mit den Firmen neue Geschäftsfelder in der Logistik zu erschließen.

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Programmierschnittstellen vereinfachen
Die Idee entstand aus einer akuten Erfahrung heraus. „Fulfillment-Anbieter verlieren häufig potenzielle Kunden, weil ihnen die Ressourcen zur IT-Anbindung fehlen oder ihnen die Anfangskosten dafür zu hoch sind“, erzählt Jonas Grunwald. „Wir vereinfachen die Programmierschnittstellen der Systeme unserer Kunden erheblich, damit diese sich ganz auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können.“ Das wird insbesondere durch die wachsende Internationalisierung immer wichtiger. Denn E-Commerce-Händler müssen zunehmend Waren nach Frankreich, Italien oder in die Niederlande verschicken können.

Große Online-Versender wie Amazon oder Zalando schaffen dies innerhalb von 24 bis 48 Stunden. Kann das ein Mittelständler heute nicht leisten, verliert er schnell potenzielle Kunden. Um diesem Standard gerecht zu werden, braucht er nicht nur Lagerstandorte hier in Deutschland, sondern auch im europäischen Ausland. „Die Betreiber in die eigene Systemlandschaft einzubinden, war bisher äußerst zeitintensiv“, weiß Felix Ostwald aus eigener Erfahrung.

Benötigt ein Händler beispielsweise fünf Logistik-Dienstleister für das Lagern, Verpacken, Ausliefern oder auch für das Bearbeiten von Retouren, muss er fünf Schnittstellen einrichten. Sowohl auf der Seite des Händlers als auch auf der des jeweiligen Dienstleisters ist ein Programmierer mindestens einen Monat im Einsatz. Das kostet Zeit und ist teuer. „Mit unserer neuen Logistikplattform bieten wir ein homogenes Schnittstellen- und ein zuverlässiges Datenmanagement“, verspricht Grunwald. „Wir nehmen dem Kunden diese Anbindung ab. Ein neuer Partner lässt sich über unsere Plattform sehr schnell und einfach ohne weiteren Zusatzaufwand in das System des Kunden integrieren.“

Die Plattform steht
Mit der neuen Logistikplattform kann der Händler nun bequem sein Geschäft ausbauen und auf die zunehmende Internationalisierung reagieren. Codept (codept.de) wird ihm zudem künftig einen Zugang zu einer großen Bandbreite an Logistikdienstleistern ermöglichen können. „Benötigt ein Unternehmen zum Beispiel ein Lager in Nordspanien, werden wir aufgrund unserer stetig wachsenden Erfahrung und unserer Daten geeignete Partner empfehlen können“, verspricht Felix Ostwald.

Die Plattform bietet für Lagerbetreiber noch einen wichtigen Vorteil: Da sich mehrere Händler anbinden lassen, kann der Dienstleister seine Lagerflächen besser bewirtschaften und auf saisonale Schwankungen reagieren. Warum? Das E-Commerce-Geschäft ist insbesondere an Weihnachten und Ostern sehr stark. Im Sommer shoppen die Menschen dagegen weniger online. Damit sind im Winter die Lagerflächen eher voll, im Sommer leer. „Integriert nun der Betreiber mehrere unterschiedliche Händler, kann er die Fläche besser auslasten. Denn die Zyklen sind nicht überall identisch, Fahrräder zum Beispiel werden in der Vorweihnachtszeit weniger verkauft, Spielekonsolen dagegen mehr – im Sommer ist es genau umgekehrt.“ as

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