Reluktanzmotor
Pumpen effizient betreiben
Siemens erweitert die Synchron-Reluktanz-Technologie im unteren Leistungsbereich von bisher 5 auf nun 0,55 Kilowatt (kW). Damit decken die Synchron-Reluktanz-Antriebssysteme von Siemens durchgängig den Leistungsbereich von 0,55 bis 30 kW ab.
Zusätzlich zu den bisher verfügbaren Achshöhen 132 bis 200 werden die Motoren jetzt auch in den Achshöhen 80 bis 120 angeboten. Als integriertes Antriebssystem (IDS) sind Reluktanzmotor und Umrichter speziell aufeinander abgestimmt und ermöglichen einen im Vergleich zu Asynchronmotoren besonders effizienten Betrieb. Vordefinierte Parameter in Form eines Codes auf dem Motor-Typenschild vereinfachen die Inbetriebnahme. Zum Einsatz kommt die Reluktanz-Technologie in der Verfahrenstechnik mit Pumpen, Lüftern, Kompressoren, Mischern und Zentrifugen, in der Fördertechnik sowie im Maschinenbau.
Die neue Antriebsreihe baut auf der Motorenplattform Simotics 1LE1 auf, das heißt, sie entspricht ihr in Design und Handhabung und ist auf die Sinamics G120 Umrichter abgestimmt. Die Simotics-Reluktanzmotoren decken jetzt mit der erweiterten Leistung den Bereich von 0,55 bis 30 kW ab. Sie sind mit Aluminiumgehäuse für allgemeine (Simotics GP) und mit Graugussgehäuse für erschwerte Umgebungsbedingungen (Simotics SD) verfügbar. Reluktanzmotoren haben im Teillastbereich einen erheblich höheren Wirkungsgrad als Asynchronmotoren gleicher Leistung. Durch das Synchronprinzip bleibt die Drehzahl konstant. Zusätzlich optimiert die geberlose Vektorregelung das Betriebsverhalten. Mit beiden Eigenschaften lässt sich das Antriebssystem effizient regeln. Geringes Eigenträgheitsmoment des Motors und Vektorregelung bieten den Vorteil kurzer Hochlaufzeiten. Die geringen Verluste im Rotor ermöglichen zusätzlich eine hohe thermische Ausnutzung des Motors. Dadurch kann der Motor zum Beispiel bei 87 Hz mit etwa 70 Prozent höherer Leistung betrieben werden.
Der Standardumrichter Sinamics G120 ist mit einer Vektorregelung speziell für die Reluktanzmotoren ausgestattet. Beim Einschalten vermeidet die Identifikation der Pollage Ruckbewegungen des Antriebes. Über Profibus- und Profinet-Schnittstellen können die Geräte in jede Automatisierungslösung, wie zum Beispiel TIA (Totally Integrated Automation)-Automatisierungslösungen integriert werden. ee








