Strategie der Afag-Gruppe

Afag und eps: zwei Jubiläen, ein Ziel

60 Jahre Afag, 20 Jahre eps – die gemeinsame Zukunft ist gewiss: Sie gilt dem Thema zuführen, handhaben, transportieren. Beide Unternehmen wollen gemeinsam bestehende europäische Märkte und Standorte ausbauen. Durch Kundenorientierung, mit modernen Produkten sowie mit Sub- und Komplettsystem-Lösungen soll die Gruppe weiter wachsen. Afag und eps verfolgen eine fokussierte Internationalisierungs-Strategie in USA und in ausgewählten Märkten Asiens.

Komplette Linie: Produktübersicht der eps und Afag an einem Lineartransfermodul. (Foto: Afag/eps)

Im Juni 1996 wurde in Hardt/Rottweil mit der Entwicklung einer Methode, pneumatische Antriebe durch eine spezielle Ansteuerung in der Endlage sanft abzubremsen, der Grundstein für die Firma eps – elektropneumatische Systeme GmbH gelegt. Das Verfahren wurde zum Patent angemeldet, und bald darauf gab es komplette Lösungen zum „Pick und Place im Sekundentakt“ auf dem Markt. Zehn Jahre später – und damit deutlich vor manchem Wettbewerber für Handlingmodule und -systeme – erkannte das mittlerweile gewachsene Team um den Geschäftsführer Bernhard Moosmann, dass der Markt weg von pneumatischen und hin zu elektrischen Handling- Systemen hin tendiert. Diese Tatsache als Chance nutzend, wurde ein hochdynamisches, elektrisches Handlingmodule-System entwickelt, das zur Motek 2009 zum ersten Mal ausgestellt wurde. Innerhalb der folgenden fünf Jahre gelang es eps mit Erfolg, den Anteil von früher zu 90 Prozent pneumatischen Systemen auf nunmehr 90 Prozent elektrische Systeme umzustellen, was mit einer Vervielfachung der Umsätze einherging. eps hat sich in den vergangenen 20 Jahren einen ausgezeichneten Ruf als innovatives und marktorientiertes Unternehmen geschaffen, was letztlich 2013 zur Beteiligung der Firma Afag an eps führte.

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60 Jahre Afag – die rechte Hand der Automatisierung

Die Apparatefabrik AG – Afag – wurde 1956 in Huttwil in der Schweiz gegründet. Bereits die ersten Produkte dienten der Automatisierung und zwar von Webstühlen. Dabei leistete Afag mit der Entwicklung einer opto-elektronischen Steuerungseinheit 1967 Pionierarbeit. Mit dieser Steuerung wurden Webstühle derart automatisiert, dass Muster und Texte automatisch in den Stoff eingewebt werden konnten. 1962 begann Afag mit dem Bau der ersten Wendelförderer für die Uhrenindustrie und fertigte einige Jahre später auch komplette Zuführlösungen, welche die kleinen Montageteile lagerichtig zur Weiterverarbeitung bereitstellten. Da es zu dieser Zeit am Markt noch keine standardisierten Manipulatoren zur Handhabung der zugeführten Teile gab, entwickelte Afag auch diese Geräte im eigenen Haus. 1981 fiel der Entscheid, aus dem Handhabungsfundus als Sondermaschinenbauer ein modulares Standardprogramm an Handling-Einheiten zu Baukasten zu entwickeln. Das war die Geburtsstunde der roten Afag Handling-Module.

Handlingmodule und Zuführtechnik

In den folgenden Jahrzehnten etablierte sich Afag sich als innovativer, höchsten Ansprüchen genügender Hersteller und Lieferpartner für die Handhabungs- und Zuführungstechnik. Das daraus gewachsene Selbstvertrauen kam auch im damaligen Marktauftritt von Afag zum Ausdruck: in Gestalt des Logos: „Afag - ihre rechte Hand in der Montageautomation“.

Zuführen, handhaben, transportieren

2004 akquirierte die damalige Besitzerin von Afag, das Schweizer Unternehmen Feintool AG, den Zuführtechnik-Spezialisten mhk aus Amberg/Bayern und integrierte diesen in die Afag. Damit „erbte“ Afag die von mhk seit 1992 konsequent gelebte Vision von „industriell gefertigter Zuführtechnik“. Reproduzierbare, CAD/CAM-produzierte Zuführlösungen auf der einen und die Beherrschung von Schwingungen auf der anderen Seite stellen bis heute die elementaren und Afag vom Wettbewerb stark differenzierenden Unterscheidungsmerkmale dar. 2011 kam es zur Neustrukturierung der Feintool AG; als Folge davon konnte die familiengeführte Schaeff-Gruppe mit Sitz in Schwäbisch Hall Afag erwerben. Dies mit der erklärten Absicht die Schaeff-Gruppe und ihre Unternehmen als technologiestarken, international präsenten und zuverlässigen Partner in den Bereichen Zuführen, Handhaben und Transportieren weiterzuentwickeln.

Strategie 2020

Strategisch verfolgen Afag und eps in den nächsten fünf Jahren folgende Ziele: Ausbau der bestehenden europäischen Märkte und Standorte. Durch konsequente Kundenorientierung und mit modernen, qualitativ hochstehenden Produkten sowie Sub- und Komplettsystem-Lösungen soll die Gruppe im europäischen Markt weiter wachsen. Unterstützung dafür wird geboten durch moderne Infrastruktur, effiziente, zeitgemäße Produktionsmethoden und -mittel sowie einer optimierten Supply Chain, um in den Werken in Hardt, Amberg und Huttwil Produktionssteigerungen erzielen und wirtschaftlich fertigen zu können.

Wachstum heißt das Ziel

Afag und eps verfolgen eine fokussierte Internationalisierungs-Strategie in USA und in ausgewählten Märkten Asiens. Dabei profitiert Afag vom internationalen Netzwerk der Schaeff Gruppe. Schaeff/Afag/eps haben jüngst eine Niederlassung in USA gegründet, der operative Betrieb wird im Herbst 2016 aufgenommen; Asien wird etwas später folgen. Die neuen amerikanischen und asiatischen Mitarbeiter befinden sich bereits in Ausbildung in unseren europäischen Werken. Mit den dort erworbenen Kenntnissen und dem Lösungs-Knowhow wird auch den europäischen Kunden in USA und Asien der gewohnt erstklassige Service und Support geboten. Durch den Ausbau der Vertriebsstrukturen in Übersee ist über die Jahre zusätzliches Wachstum zu erwarten. Schlussendlich zielt der eingeleitete Wissens- und Kompetenzaufbau auch darauf ab, den Anforderungen der fortscheitenden Digitalisierung, nämlich Produkte und Leistungen dezentral also kundennah vor Ort erbringen zu müssen, genügen zu können. pb

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