Zehn Jahre CSP in Pfronstetten

Mittelständler mit innovativem Zug

In nur zehn Jahren vom Lohnfertiger zu einem Experten für Intralogistik-Lösungen reüssierte CSP Cut Systems aus Pfronstetten: Kompetente Metallbearbeitung bildet auch heute noch die Geschäftsbasis von CSP. Mit einem eigenen Park an aktuellen High-Tech-Maschinen kann das Unternehmen alle Prozessschritte in der Blechverarbeitung, vom Laserschneiden mit geringsten Toleranzen über das präzise Abkanten und Rundbiegen bis hin zum zuverlässigen Schweißen, nach Kundenvorgaben realisieren.

Produktion bei CSP Cut Systems Metallbearbeitung vom Laserschneiden über das Abkanten und Rundbiegen bis zum Schweißen war und ist ein Hauptgeschäftsfeld von CSP in Pfronstetten. (Fotos: CSP)

Insbesondere das Trennen per Laser mit sehr schmalem Spalt und ohne Berührung des Materials wird in vielen Branchen unersetzlich. Schon früh kam als weiterer Zweig die Fertigung kompletter Baugruppen hinzu und beides zusammen legte die Basis eines eigenen Bereichs für Sondermaschinenbau.

Neben der Auftragsarbeit begann das Team um die Firmengründer auch selbst erdachte Anlagenkonzepte umzusetzen. Eine der ersten dieser Kunden-unabhängigen Entwicklungen war ein Transportsystem für den innerbetrieblichen Warenverkehr in der Automobilindustrie. Es handelte sich dabei um eines der ersten Routenzugsysteme, das in Deutschland produziert wurde. Die Kombination aus einem Zugfahrzeug und bis zu sechs Anhängern ersetzte den bislang üblichen Transport per Gabelstapler oder Hubwagen, was nicht nur die Personal- und Maschinenkosten deutlich reduzierte, sondern auch die für den Verkehr benötigte Fläche verringerte und die Fertigungsabläufe insgesamt planbarer machte.

Anzeige

Maßgeschneidert statt von der Stange

Als Ergänzung zum Routenzug realisierte CSP in der Folge weitere Intralogistik-Systeme, darunter etwa einen Speicher mit ergonomischer Ein- und Auslagerung für die Bodenroller, auf denen die Ladungen bewegt werden, oder einen Lifter, der Kleinladungsträger am Arbeitsplatz automatisch anhebt, um dem Werker den Zugriff zu erleichtern. Zusätzlich wurden Anhänger in teleskopierbarer Länge oder ohne Portalbogen realisiert. Grundprinzip aller Konzepte ist dabei immer ein aufwandsarmes Arbeiten und eine durchorganisierte Produktion. Die Vorteile, die sich aus den Synergien zwischen den verschiedenen Modulen ergaben, verstärkten die Nachfrage nach den innerbetrieblichen Transportsystemen noch, so dass bereits 2008 die Produktionsfläche mit einer zweiten Fertigungshalle um 1.000 Quadratmeter erweitert werden musste.

Eine der jüngsten Entwicklungen ist eine automatisierte Be- und Entladestation für Routenzüge.

Selbst als große Konzerne auf den Zug mit den Routenzügen aufsprangen und eigene Modelle präsentierten, gelang es dem Mittelständler CSP, sich weiterhin zu behaupten: Während die Großen lediglich Standardtypen anboten, spezialisierte sich das schwäbische Unternehmen – nicht zuletzt dank seines Know-hows als Routenzug-Pionier – auf kundenspezifische, anwendungsbezogene Lösungen. Für diese Flexibilität wurden nicht nur die Produkte von CSP inzwischen mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet, auch das Unternehmen selbst wurde 2014 unter die Top 100 der innovativsten Mittelständler Deutschlands gewählt.

Schon in den Startlöchern

Die Geschäftsführer Harald Späth (li.) und Edgar Schrade haben CSP zu einem namhaften Anbieter in der Metallbearbeitung und einem Experten in der Intralogistik gemacht.

Der Betrieb beschäftigt heute, zehn Jahre nach der Gründung, rund 40 Mitarbeiter und beliefert von Pfronstetten aus Kunden in aller Welt. Mittlerweile wurde eine dritte Produktionshalle in Betrieb genommen – zumal sich das Portfolio stetig erweitert. Zu den jüngsten Neuerungen gehört eine automatische Be- und Entladestation für Routenzüge, die die Kommissionierung noch einmal deutlich beschleunigt, ein automatisiertes Fördersystem für Spänekübel sowie eine selbstfahrende Pelletieranlage. Daneben werden regelmäßig Forschungsprojekte in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut realisiert. Außerdem steht eine ganz neue Gattung an Transport-Zügen kurz vor der finalen Zulassung: Mit einer wetterfesten Outdoor-Variante soll künftig der Warentransport auch über den offenen Hof selbst bei Regen kein Problem mehr sein. bw

  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Anzeige

Wettbewerbsvorteile bei großen Maschinen

Ob 3D-gedruckte Bauteile für Maschinen und Anlagen, Prototypen oder Hilfsmittel für die Konstruktion: Die Additive Fertigung ist für moderne Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau sowie in der Automatisierung nahezu unverzichtbar, wenn man in der...

mehr...

Lineartechnik

Transporttechnik aus dem Baukasten

Viele Transportaufgaben lassen sich mithilfe von Lineartechnik realisieren. Um das Zusammenspiel von Lineareinheit, Motor, Getriebe und Steuerung zu vereinfachen, bieten sich vorkonfigurierte Lösungen an. So kann der Aufwand für Recherche und...

mehr...
Jetzt Newsletter abonnieren