Bandzentriersysteme von Flexco
Zurück in die Spur
Bandzentriersysteme von Flexco sorgen bei einem indischen Stahlhersteller für ruhigen Lauf der Transportbänder, erhöhen ihre Lebensdauer und reduzieren Materialverluste.
Stahl ist wertbeständig, langlebig und behält dabei seine Eigenschaften stets bei. Das sind Charaktermerkmale, die ein erfolgreicher indischer Stahlhersteller auch an seine Produktionsanlagen stellt – zum Beispiel an die Bandförderer, die das Eisenerz zum Hochofen transportieren. Dabei kam es immer wieder zum Schieflauf. Der Betreiber musste die Bänder oft warten, im schlimmsten Fall austauschen – dazu kamen erhebliche Materialverluste. Enorme Kosten entstanden. Das Unternehmen setzt nun auf die Bandzentriersysteme PT Max Belt Trainer von Flexco. Mit ihrer besonderen Dreh-Kipp-Bewegung führen sie das Band beim Abwandern sofort zurück in die richtige Position.
Eine Schwachstelle beim Erztransport stellten die 600 Meter langen und zwei Meter breiten Förderbänder dar, die das Eisenerz mit einer Geschwindigkeit von 2,2 Metern in der Sekunde zum Hochofen transportieren. Das Material liegt in unterschiedlicher Form vor – beispielsweise als Stückerze. Das sind natürlich abgebaute Mineralgemenge größerer Körnung. Dazu kommen sehr feinkörnige Erze. Diese werden – um den Eisengehalt zu erhöhen – in den Gruben entsprechend aufbereitet und angereichert. Durch Pelletieren und Sintern werden sie erst stückig gemacht. Die Bänder fördern zudem Zusatzstoffe wie Quarz, Kalkstein und Steinkohle. Dabei kam es immer wieder zu erheblichen Materialverlusten und die Bänder verschlissen sehr schnell. Das Service-Personal musste sie oft warten und je nach Zustand vorzeitig austauschen. Das war teuer und die Produktion stand still. Für den Stahlhersteller war das auf Dauer kein Zustand. Es musste dringend eine Lösung her. Beauftragt wurde Flexco. Die speziell geschulten Mitarbeiter identifizierten entlang der Förderanlagen Bandschieflauf als Hauptursache für die aufgetretenen Probleme: Das Band wanderte im Betrieb von einer Seite zur anderen. Dadurch entstand ein ungleichmäßiger Verschleiß. Und an den Transfer- und Übergangspunkten konnte so das Material über den Gurt auf den Boden fallen.
Hohe Spannungen
Flexco hat verschiedene Bandzentriersysteme im Angebot, die die Führung des Transportbands korrigieren, und damit Materialverluste an den Bandförderanlagen verhindern. Um die passende Lösung zu finden, galt es zu beachten, wie oft der Schieflauf auftritt, wie das Band abgenutzt wird und ob eine niedrige, mittlere oder hohe Spannung vorliegt. Bei dem indischen Stahlhersteller sind die Bänder wegen des Gewichts des Schüttguts hohen Spannungen ausgesetzt und dazu noch gewölbt. Deshalb empfahl Flexco den PT Max Belt Trainer.
Bei diesem Zentriersystem erkennen Sensorrollen, wenn das Band abschweift. Die Einheit reagiert sofort auf die Fehlführung und führt das Band sofort zurück auf die richtige Spur. Das Besondere an der Flexco Lösung ist die einzigartige Dreh-Kipp-Bewegung: Das Drehen beeinflusst die Richtung, das Kippen vergrößert die Spannung auf der falsch geführten Seite. Diese beiden Kräfte bewegen das Band somit schnell wieder zurück in die Mitte. Auch Bänder mit verschlissenen und beschädigten Kanten sowie reversierbare Gurte kann das Zentriersystem handhaben. Zudem stellt der PT Max Belt Trainer sicher, dass das Band nicht die Anlagenstruktur berührt – das vermeidet Schäden und reduziert damit Wartungskosten.
Um eine optimale Funktion sicherzustellen, kann der Anwender über eine Einstellschraube die Position des Zentriersystems feintunen – dazu benötigt er auch kein besonderes Werkzeug. Flexco lieferte und installierte insgesamt sechs Bandzentriersysteme in Untertrum- und vier in Obertrum-Ausführung.
Eine Lösung mit Zukunft
Die Bänder laufen jetzt konsequent in der Mitte der Anlagen. Damit kommt es zu deutlich weniger Materialverlusten und die teuren Transportbänder müssen auch seltener gegen neue getauscht werden. Damit spart der Hersteller deutlich Kosten ein. bw














