Positionierantriebe

Maschinenrüstzeiten verbessern

Die Kompakt-Positionierantriebe AG25 und AG26 von Siko erledigen anspruchsvolle Positionieraufgaben und sind jetzt auch mit Profinet-Schnittstelle erhältlich.

Positionierantriebe in der Formatverstellung bei Fischer. (Foto: Siko)

Siko stellt Stellantriebe vor, die trotz geringer Abmessungen Drehmomente bis 13 Newtonmeter aufbringen. Motor, Getriebe, Leistungselektronik und Busschnittstelle sind kompakt so integriert, dass nur noch der Busanschluss und eine 24-Volt-Gleichspannungsversorgung nötig ist. Die Antriebe haben eine Hohlwelle mit Klemmring für eine einfache Montage. Sie eignen sich zur vollautomatischen Formatverstellung in Maschinen und Anlagen mit wenig Platz. Der integrierte, hochpräzise Multiturn-Absolutwertgeber erfasst die Position der Antriebswelle auch beim Verdrehen der Welle im stromlosen Zustand des Stellantriebs. Selbst Verfahrbereiche von mehr als 2.500 Umdrehungen seien kein Problem, sagt der Hersteller. Zu den schon seit langem angebotenen Datenschnittstellen Sikonet5, Profibus und Can hat er nun die gängigsten Industrial-Ethernet-Feldbus-Schnittstellen implementiert: Profinet, Ethernet IP, Ethercat und Powerlink. Hierzu haben die Stellantriebe zwei M12-D-codierte Busanschlüsse zum Aufbau einer Buslinie, ohne eine sternförmige Verdrahtung zur Steuerung vornehmen zu müssen.

Mittels serieller Serviceschnittstelle kann der Anwender auf den Antrieb ohne Steuerung zugreifen. Die Typen AG25 und AG26 lassen sich aber auch direkt über die übergeordnete SPS konfigurieren und parametrieren. Der Serviceanschluss stellt einen frei konfigurierbaren digitalen Ausgang und vier frei konfigurierbare, digitale Eingänge zur Verfügung. Vier LED zeigen im Feld wichtige Port- und Switch-Statusinformation. Die Busadresse kann auf Wunsch mittels Dip-Schalter eingestellt werden. Zum Einrichten lässt sich der Antrieb über zwei unter einem Gehäusedeckel platzierte Drucktaster direkt verfahren. Die Antriebe sind bis zur Schutzart IP65 erhältlich – der Schutz gilt auch während des Verfahrbetriebs. Die Einbindung in verschiedene Sicherheitskonzepte sei einfach zu realisieren, da die Spannungsversorgung für die Steuer- und Leistungselektronik getrennt erfolgt. Die übergeordnete SPS wird durch die integrierte Regelelektronik entlastet. Außerdem sind Überwachungsfunktionen für Temperatur-, Strom- und Schleppfehler bereits im Antrieb integriert.

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Anwendungsgebiete sind das Verstellen von Formaten, Anschlägen, Werkzeugen und Ventilen. Diese und vergleichbare Positionieraufgaben gibt es in der Verpackungs- und Holzbearbeitungsindustrie, der Drucktechnik und Papierverarbeitung, der Lebensmittel- und Getränkeindustrie, in der Textilindustrie sowie in der Elektronikfertigung. Siko-Stellantriebe kommen außerdem bei der automatisierten Formatverstellung in der Reifenproduktion zum Einsatz. Mit Stellantrieben lässt sich die Verstellung schneller und präziser als manuell erledigen. Schwer zugängliche Stellen müssen außerdem nicht mehr durch Abbau von Mechanik für die Handverstellung freigelegt werden.

Ein Praxisbeispiel bei Fischer Sondermaschinenbau zeigte, wie Siko-Stellantriebe Rüstzeiten von 45 auf weniger als fünf Minuten reduzierten; hier ließ sich mit verhältnismäßig geringem Erstaufwand eine deutliche Steigerung des Automatisierungsgrades der Produktionslinien und insbesondere der Verpackungsfertigung erzielen. pb

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