Mitsubishi auf der SPS

Von der Produktion aus betrachtet

Auf der kommenden SPS zeigt Mitsubishi Electric sein Portfolio integrierter Automatisierungskomponenten und -dienstleistungen, das Kunden dabei unterstützt, ihre individuellen Geschäftsziele zu erreichen. Besucher können in diesem Jahr am Messestand neue Applikationslösungen zur Automatisierung und Digitalisierung industrieller Prozesse entdecken und diese Neuerungen im Gespräch mit den jeweiligen Technologieexperten diskutieren.

Automatisierung per e-Factory bildet den SPS-Schwerpunkt bei Mitsubishi Electric. (Foto: Mitsubishi)

Am Messestand von Mitsubishi Electric werden technische Entwicklungen präsentiert, die die Nachfrage nach verschiedenen Applikationen von Seiten der Produktion beleuchten, begleitet von branchenspezifischen Lösungen für die Automobilindustrie, den Nahrungsmittel- und Getränkesektor, Wasserversorgungsunternehmen und den Bereich Life Science. Alle Exponate seien darauf abgestimmt, die Effizienz zu erhöhen und Kosten zu reduzieren, während sie Antworten auf konkrete Herausforderungen wie Rückverfolgbarkeit, Qualität, Sicherheit und Nachhaltigkeit liefern, heißt es aus Ratingen.

Herausforderungen der Industrie 4.0 meistern

Viele der gezeigten Lösungen wurden gemeinsam mit Partnerunternehmen der e-Factory Alliance entwickelt. Dazu gehören Auvesy, Datalogic und Eplan. Sie umfassen aktuelle Entwicklungen für intelligente SPSen, Roboter und Servosysteme sowie CNC-Steuerungen und Netzwerktechnologien auf Basis von Einzelplattform-SPSen.

Die Integration von Produktionsanlagen ist ein Bereich, in dem durch Programmierung und Inbetriebnahme enorme Kosteneinsparungen möglich sind. Mitsubishi Electric wird zwei Lösungen präsentieren, die Entwicklungen beschleunigen, Inbetriebnahmezeiten verringern und Betriebskosten senken sollen. So kann die erste Neuheit, die „PLCopen Suite“, dazu genutzt werden, Logik, Bewegung, Sicherheit, Kommunikation und Datenaustausch innerhalb eines verbundenen Automatisierungssystems zu harmonisieren. Eine zweite Neuerung ist das PackML OEM Template Paket: ein mit PackML kompatibles Programm mit umfassender Dokumentation für die schnelle und zuverlässige Implementierung an jede Maschine oder Produktionslinie, die auf der IQ Platform SPS von Mitsubishi Electric basiert.

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Präventive Zustandsüberwachung

Gemeinsam mit dem e-Factory Alliance Mitglied Schaeffler hat Mitsubishi Electric eine Online-Lösung geschaffen, die eine präventive Instandhaltung ermöglicht und auf einem Condition Monitoring System sowie einer von Mitsubishi Electric entwickelten Software basiert. Die Lösung bietet ein Paket, das nahtlos an die vorhandenen Fabrikautomatisierungs- und Managementsysteme angebunden werden kann. Nutzer erhalten einen unabhängigen Einblick in den Zustands- und Wartungsstatus ihrer rotierenden Geräte wie Motoren, Getriebe, sowie Pumpen und Lüfter, wodurch Ausfallzeiten reduziert und die Produktionseffizienz durch kurze Kapitalrenditezyklen gesteigert werden kann.

Frequenzumrichter mit Ethernet-Port

Das Frequenzumrichter- Modell FR-A800E ist eine Neueinführung der vor kurzem auf den Markt gebrachten FR-A800 Antriebssysteme. Die „E“-Version bietet einen zugehörigen Ethernet Port, der die direkte Verbindung zu Ethernet-Netzwerken für die Überwachung von Frequenzumrichtern ermöglicht. Zusätzlich zu diesem Modell ist eine iPhone-App erhältlich, die einen flexiblen Zugang und die Kontrolle von Unterwegs ermöglicht.

Optimierte Lieferkette

Das neue Guided Operator Solutions System (eine geführte Fertigungslösung)des Unternehmens zeigt, wie die Qualität und Performance bei manuellen Greifvorgängen, bei der Teilemontage sowie in Produktionszellen bei der manuellen Montage verbessert werden kann. Das System nutzt eine SPS um Kontrollleuchten, Touchsensoren, Lichtschranken, Zugangsmechanismen und HMI-Monitore zu koordinieren und somit manuelle Sequenzaufgaben effektiv zu koordinieren. Menschliches Fehlverhalten zu verhindern ist nur eine von vielen Qualitätsherausforderungen, denen sich die Fertigungsindustrie stellen muss. Diese Lösung wird bereits erfolgreich in der Elektro- und Automobilindustrie und im industriellen Sektor eingesetzt.

Auf dem Weg zum Internet der Dinge – Egde Computing

Aktuellen Schätzungen zufolge liegt die Anzahl der mit dem Internet verbundenen Geräte bei fünf Milliarden Einheiten und wird in den nächsten Jahren weiter steigen. Diese Vorhersage in Kombination mit der Menge an Daten, die durch eine immer stärker vernetzte Industrie produziert und verarbeitet werden muss, sowie der Zugriff auf eine sichere Datenspeicherung, ist der Schlüssel für effektive Automatisierungsnutzung. In diesem Zusammenhang war schon immer eine Lösung gefragt, die einen sicheren und bequemen Zugang zu Cloud-Konnektivität auf Geräteebene ermöglicht.

Deshalb hat Mitsubishi Electric verschiedene Möglichkeiten für Fertigungsunternehmen entwickelt, um die Vorteile durch Cloud Computing und die sichere Datenspeicherung zu nutzen. Die Lösung heißt Edge Computing und kann durch die unterschiedliche Kombination von Produkten und Technologien von Mitsubishi Electric und den e-Factory Alliance Partnern Adroit Technologies oder eWon erreicht werden. Zusammen können Verbindungen zu bestehenden Cloud Services verwaltet werden, wodurch eine maximale Flexibilität ermöglicht wird. bw

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