Holz im Maschinen- und Anlagenbau
Traditionswerkstoff mit Potenzial
Einsatzszenarien von Holz im Maschinen- und Anlagenbau erforscht die Arbeitsgruppe Anwendungstechnik erneuerbarer Werkstoffe an der Professur Fördertechnik der TU Chemnitz. Ergebnisse ihrer Tätigkeit stellt sie auf der Leichtbaumesse Lima vom 31. Mai bis 2. Juni in der Messe Chemnitz vor.
Die Wissenschaftler zeigen den Demonstrator einer hängenden Montagevorrichtung, die für einen deutschen Automobilhersteller entwickelt und gefertigt wurde. Dieser sogenannte C-Haken aus Holz ist um etwa 60 Prozent leichter als eine konventionelle Stahlkonstruktion und trägt durch sein geringeres Gewicht zu einem energieeffizienten Betrieb der Fördertechnik bei.
Leicht, leise und ökologisch vorteilhaft – mit diesen Worten beschreibt Christoph Alt, Wissenschaftler an der Professur Fördertechnik und Mitglied der Arbeitsgruppe, die wesentlichen Vorteile, die Holz als Werkstoff für den konstruktiven Leichtbau bietet. Nachgewiesen haben die Forscher diese Eigenschaften bereits in Skidförderern mit Holzgestell, mit denen Pkw-Karossen innerbetrieblich transportiert werden. Die Funktionsweise der Skidförderer wird ebenfalls auf der Lima gezeigt.
„Nach mehrjähriger Forschungstätigkeit sind wir in der Lage, Transferleistungen in die Industrie anzubieten und das Thema ‚Holz im Maschinen- und Anlagenbau‘ durch konkrete Praxisprojekte wiederzubeleben. Unser Anspruch ist es, die bisher erarbeiteten Ergebnisse in einfachen, technisch vorteilhaften Konstruktionen umzusetzen und damit die technischen, ökonomischen und ökologischen Vorteile von ausgewählten Holzwerkstoffen wieder in das Bewusstsein potenzieller Anwender zu rücken“, betont Christoph Alt.
Die Chemnitzer Forscher verwenden für ihre Projekte ausgewählte Holzwerkstoffe, die nach den Brandschutznormen zertifiziert sind. Bei der Fertigung arbeiten sie mit der flömö Falkenau zusammen, einem Spezialisten für Holzbearbeitung in der Chemnitzer Region. bw












