Automatisieren mit Festo

Plattform statt Schaltschrank

Maschinen und Anlagen mit dezentraler Automation – diese Vision wird immer mehr zur Wirklichkeit – mit der Automatisierungsplattform CPX von Festo. Jetzt präsentierte das Unternehmen ein Entwicklungsprojekt mit der Delta-Kinematik – ganz ohne Schaltschrank.

Verzicht auf den Schaltschrank: Automatisierungsplattform CPX. (Foto: Festo)

Schon 2014 zeigte beispielsweise der italienische Verpackungsmaschinenhersteller Cama auf der Verpackungsmesse Interpack einen schaltschranklosen Side-Loader und avancierte damit zum Trendsetter Die Verpackungsmaschine nutzt als Steuerung die Automatisierungsplattform CPX von Festo, die alle pneumatischen und elektrischen Steuerketten integriert. Damit eröffnen sich für Maschinen- und Anlagenplaner ganz neue Horizonte im Anlagenlayout ihrer Fabriken. Sie haben jetzt mehr Platz und gewinnen Flexibilität zur Integration anderer Anlagenteile in der Linie. 

Das Entwicklungsprojekt High-Speed-Handling mit CPX und dem neuen „integrierten Antrieb“ EMCA wirkt wie ein Trendverstärker. Die Delta-Kinematik mit 100 Picks pro Minute ermöglicht freie Bewegungen im Raum. Die Automatisierungsplattform CPX integriert die komplette elektro-pneumatische Steuerkette über eine Codesys-Steuerung: vom E/A-Signal über einfache elektrische und pneumatische Bewegungen bis zur Transformation der Tripod-Modelle mit Kalibrierungoption.

 Revolutionär dabei ist die Steuerung mit CPX. Ursprünglich als Ventilinsel mit Remote I/O konzipiert, macht Festo hier einen Schritt nach vorn in der dezentralen Automation in der Maschine. Dank IP65/67 kommen Steuerung und Tripod erstmals komplett ohne Schaltschrank aus.

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Ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu Industrie 4.0 ist das Konzept der Integrated Automation von Festo – auf Basis der Automatisierungsplattform CPX. Industrie 4.0 wird geprägt sein von der Vernetzung der Komponenten eines Fertigungssystems untereinander, vom permanenten Austausch von Informationen, dem Zusammenführen verschiedener Sensorauswertungen und vom Erkennen komplexer Ereignisse und kritischer Zustände bis hin zur selbständigen Entscheidungsfindung und Steuerung vor Ort.

Das elektrische Terminal für Ventilinseln bietet schon heute mehr als nur den Anschluss der Feld- an die Leitebene. Schon heute ist es diagnosefähig und kann Condition-Monitoring-Aufgaben übernehmen. Schon heute integriert es mit seinen einzelnen Modulen die Ansteuerung pneumatischer Zylinder über die modularen Ventilinseln MPA und VTSA mit den Motion Controllern für elektrische Antriebe. Schon heute integriert es Safety-Funktionen.

Internet der Dinge

Damit kann man auf Diagnose-Informationen zugreifen, Fehler schnell lokalisieren und Module austauschen. Beispiele für die Integration von Funktionen sind IT-Leistungen wie ein Web-Server, ein Front-End-Controller zur dezentralen Steuerung vor Ort, ein End-Position-Controller, ein Proportionalventil oder ein Drucksensor zur Erfassung von internen Ventilinsel-Drücken bzw. externen Signalen.

Schon heute integriert CPX alle gängigen Bussysteme und das Industrial Ethernet. Damit ist CPX gewappnet für die Zukunft. Experten sehen im Zeitalter der Industrie 4.0 das Ende des heutigen Chaos der unzähligen Bussysteme gekommen. Es wird dann nur noch ein einziges weltweit standardisiertes Protokoll geben, das Internet-Protokoll auf echtzeitfähigem WLAN oder Ethernet. bw

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