Antriebstechnik
Tassen auf der Schiene
verrichten im Blockgussbereich eines Stahlwerks in Österreich ihren Dienst. Angesprochen ist der automatische Gießtassenumsetzer, den Mafi Transport-Systeme in Zusammenarbeit mit dem Kunden realisierte. Die gesamte Anlage besteht aus drei Gewerken: Der Schienenstrecke (50 Meter längs, 16 × 4 Meter quer), den Gießtassenabstellplätzen und den Gleisfahrzeugen.
Was passiert? Gleiswägen mit einer Nutzlast von 75 Tonnen transportieren die leeren Kokillen von den Vorrichtungsplätzen zu den Gießplätzen. Nach dem Gießprozess und einer prozessabhängigen Standzeit holen sie die noch heißen Kokillen wieder ab und fahren sie zu einem Stripplatz. Die Versorgung der Gleiswägen mit Energie erfolgt über eine Stromschiene. Für die präzise Positionierung zeichnet ein Weg-Codier-System mit einer Genauigkeit von < 1 Millimeter verantwortlich. Die Datenübertragung der Steuerung und zwischen den Gleiswägen erfolgt kabellos per Funk. Schmutz und Staub machten den Einsatz rundum geschlossener Fahrzeuge erforderlich. Und wegen der wechselhaften Temperaturen im Betrieb statteten die Ingenieure die Hydraulik mit einer Heizung aus. Auch die Elektronikkomponenten können beheizt oder gekühlt werden.
In der Anlage werden nicht nur Kokillen transportiert, sondern auch Vorrichtungen gebaut, Demontagearbeiten erledigt und Schutt abgeladen. Insgesamt vereinfacht das den Materialfluss erheblich. Außerdem wird nur nicht ein Kran an einer definierten Stelle benötigt und die heißen Gießplätze müssen nicht mehr mit dem Kran überfahren werden. Automation zwischen Feuer und Schmelze – so bleiben die deutschen Gießer wettbewerbsfähig!ms









