Antriebstechnik
Feinguss im Vakuum
Das Gießereiunternehmen Feinguss Blank gehört wohl zu den innovativsten Firmen der Branche. Seit Anfang dieses Jahres fertigt es nun auch Gussteile im Vakuumfeinguss. Eine entsprechende Vakuumgießanlage wurde im Oktober 2005 im Werk aufgebaut und in den Fertigungsprozess eingebunden. Die Mitarbeiter wurden fachbezogen geschult und auch Neueinstellungen getätigt, um diesen Fachbereich möglichst schnell am Markt präsentieren zu können. Zahlreiche Versuche und Verfahrensoptimierungen wurden durchgeführt.
Durch das Vakuum-Feingießen eröffnen sich für die Kunden (und ihre Entwickler) der Zugang zu neuen Werkstofffamilien. Denn der große Pluspunkt des Verfahrens ist, dass sich mit diesem Verfahren Werkstoffe vergießen lassen, die mit dem bislang praktizierten Abgießen unter Normalatmosphäre auf Grund ihrer chemischen Analyse nicht schmelzbar sind.
Vakuumerschmolzene und -vergossene Werkstoffe sind deutlich höheren Anforderungen gewachsen als offen vergossene Stähle und zeichnen sich durch interessante Merkmale aus. Dazu zählen etwa der Einsatz und die Verwendbarkeit bei Temperaturen von bis zu 1.000 °C, eine verbesserte Korrosions- und Säurebeständigkeit selbst bei hoch aggressiven Medien sowie ein hoher Reinheitsgrad im Gefüge.
Nickel-Basis-Werkstoffe, die sich im Vakuum-Feinguss verarbeiten lassen, sind beispielsweise Nimonic 80 A (WN 24952), Nimonic 90 (WN 24632) oder Inco 713C (WN 24671). Sie kommen für chemisch beständige und hochwarmfeste Bauteile zum Einsatz, also etwa für Turbolader-Komponenten, für Gussteile im Pumpen- und Armaturenbau oder Anwendungen im Turbinenbau. ms









