Neues Mitglied im Direct Manufacturing Research Center

Torwegge nimmt additive Fertigungsverfahren ins Visier

Das Unternehmen Torwegge will seine Kompetenzen in der additiven Fertigung erweitern. Erklärtes Ziel des Bielefelder Systementwicklers ist es, seine Stellung am Markt mittels innovativer Produktionsmethoden auszubauen. Dazu zählt auch, früh intern Knowhow für zukunftsweisende Technologien aufzubauen. Vor diesem Hintergrund hat sich Torwegge nun entschlossen, Mitglied im Direct Manufacturing Research Center (DMRC) der Universität Paderborn zu werden, eine Instanz für additive Fertigungsverfahren in Deutschland. Davon, dass das Unternehmen diesem Anspruch gerecht wird und schon heute zu den Innovationsführern zählt, können sich Interessierte auf der internationalen Fachmesse für Produktions- und Montageautomatisierung „Motek“ vom 10. bis 13. Oktober in Stuttgart überzeugen. Torwegge zeigt dort unter anderem die Neuentwicklung TORsten, ein omnidirektional fahrendes Transportfahrzeug.

Das additive Fertigungsverfahren erlaubt die Herstellung komplexer Strukturen wie die dieses Bauteils auf einer Platte. (Quelle: DMRC)

„Die Verfahren der additiven Fertigung, die so genannten 3D-Druckverfahren, stecken aktuell zwar noch in den Kinderschuhen, ihr Potential ist aber unübersehbar. Vor allem in der Produktentwicklung, der Kleinserienproduktion und im Sonderbau sehen wir viele Möglichkeiten“, sagt Dirk Jonat, Leiter Projektmanagement und Technik der Torwegge GmbH & Co. KG. So könnten beispielsweise die Ingenieure der Entwicklungsabteilung die Praxistauglichkeit einer Idee oder eines Konzepts wesentlich schneller und kostengünstiger überprüfen als auf konventionellem Weg. „Ich kann einfach einen Probedruck machen und muss nicht viel Zeit und Geld in die Herstellung eines passenden Werkzeugs investieren“, sagt Jonat. „Und wenn sich dann herausstellt, dass die Idee nichts taugt, habe ich nur wenige Euro verloren und nicht mehrere tausend.“

Anzeige

Designfreiheit als Nutzen
Darüber hinaus bieten additive Fertigungsverfahren ein hohes Maß an Designfreiheit, während Entwicklungen für die konventionelle Fertigung die einfachsten und besten Lösungen oft ausschließen, weil sie schlicht nicht herstellbar sind. Zudem erlauben additive Fertigungsverfahren die Herstellung höchst komplexer Strukturen, die gleichzeitig extrem leicht und stabil sein können.

Um dieses Potential zu erschließen und umzusetzen, braucht es jedoch Erfahrung und Wissen. „Diesen Input erhoffen wir uns vom DMRC. Dort beschäftigt man sich schon sehr lange mit dem Thema und hat über die Jahre ein enormes Knowhow aufgebaut – sowohl wissenschaftlicher als auch praktischer Natur“, sagt Jonat. „Es würde uns freuen, wenn wir davon im Rahmen unserer Mitgliedschaft profitieren.“

Abgesehen davon finden sich bereits zahlreiche innovative Konzepte in der Torwegge-Produktpalette wie zum Beispiel Räder mit integriertem Antrieb. Mit Hochdruck arbeitet die Entwicklungsabteilung zudem an einem deichsellosen, omnidirektional fahrenden Transportfahrzeug namens TORsten. „Wir rechnen damit, dass wir die Testphase im September abschließen und TORsten vom 10. bis 13. Oktober auf der Motek in Stuttgart zeigen können“, sagt Jonat. Zu sehen sind dort dann auch viele weitere Neuerungen. ee

TORWEGGE GmbH & Co. KG, Telefon: 0521/934170, www.torwegge.de

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Forschungsprojekt

Bereit für die Massenproduktion

In einem Forschungsprojekt möchten 15 Unternehmen und Hochschulen die Vorteile der additiven Fertigung für die industrielle Massenproduktion erschließen. Neben neuen Verfahren und Materialien sollen auch Standards entwickelt werden.

mehr...
Anzeige

Metallpulver

Stahl für die additive Fertigung

Die additive Fertigung ist auf dem besten Weg aus der Nische. Möglich machen dies auch neue Werkstoffe. Die Deutschen Edelstahlwerke haben nun zwei Metallpulver für den 3D-Druck auf den Markt gebracht: den bainitischen Spezialstahl Bainidur AM sowie...

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige