Additive Fertigung

Katja Preydel,

AMLab auf der Experience Additive Manufacturing in Augsburg

Das AMLab, eine Kooperation der Fraunhofer-Einrichtung für Gießerei-, Composite- und Verarbeitungstechnik IGCV und des Instituts für Werkzeugmaschinen und Betriebswissenschaften (iwb) der Technischen Universität München ist auf der diesjährigen Experience Additive Manufacturing in Augsburg (EAM), vom 24.-26. September 2019, am Stand C202 vertreten.

Multimaterial-Lösungen für das digitale Getriebe von Morgen: Funktions- und Bauteilintegration mittels Laserstrahlschmelzen, Composite-Stahl-Hybridwelle durch Flechtpultrusion und Blasumformung, Integrierte Kühlkanäle und Leichtbau mittels indirekter additiver Fertigung, Cloud-basierte Steuerung und Datenauswertung. © Fraunhofer IGCV Bernd Müller

Das AMLab wurde 2012 vom Fraunhofer IGCV und dem iwb mit dem Ziel gegründet, die Anlagen- und Prüftechnik gemeinschaftlich zu nutzen sowie gemeinsam an verschiedenen Verfahren zu forschen, beispielsweise dem Laser-Strahlschmelzen oder der lichtbogenbasierten Additiven Fertigung. Experimentelle und analytische Untersuchungen tragen dazu bei, das Prozessverständnis dieser Verfahren zu erweitern und mit innovativen Ideen das Anwendungsspektrum zu erweitern. Dabei werden sowohl der Pre-, In- als auch der Post-Prozess betrachtet.

Zu den Anwendungsfeldern (iwb) zählen unter anderem die Medizintechnik, die Luft- und Raumfahrttechnik oder die Batterieproduktion. Bei den Bestrebungen im Bereich der Medizintechnik geht es beispielsweise darum, Implantate so zu gestalten und herzustellen, dass dessen Verformungseigenschaften möglichst dem natürlichen Verhalten des Knochens entsprechen.

Das Fraunhofer IGCV stellt auf der Messe zudem neue Leichtbaupotenziale vor. Ein Getriebe zeigt das Zusammenspiel aus additiver Fertigung, Composite- und Gießereitechnik. Aus dem Themenkomplex der metallischen additiven Fertigung werden Werkstoffverbünde in Form von Multimaterial, Beispiele für Funktionsintegrationen sowie hochkomplexe bionische Bauteile und innovative Fertigungsprozesse präsentiert.

Anzeige

Parallel zur Messe findet am 25. September 2019 das 23. Augsburger Seminar für Additive Fertigung zum Thema „Perspektiven der Additiven Fertigung: Repro-duzierbarkeit und neue Technologien“ statt. Veranstaltungspartner sind das Fraunhofer IGCV und das iwb der TUM München.

Das Seminar bietet gerade für mittelständische Unternehmen die Chance, einen Überblick über alle Elemente der Prozesskette für den erfolgreichen Einsatz der additiven Fertigung zu bekommen – von der additiv geprägten Produktkonzeption bis zur Veredelung additiv gefertigter Bauteile. Was vor einigen Jahren noch als Fertigungsverfahren für den Prototypenbau galt, wird heute als ernst zu nehmende Alternative für die flexible Serienproduktion angesehen. Das Augsburger Seminar soll sowohl der Industrie als auch der Forschung eine Plattform bieten, um sich über aktuelle Problemstellungen und Themen der Zukunft auszutauschen. Das Seminar verbindet dabei Vorträge von erfahrenen Anwendern und Vertretern aus der Industrie mit innovativen Ansätzen aus der Wissenschaft.

Hochkarätige Referenten sind vertreten: Dr.-Ing. Wilhelm Meiners, Trumpf, Expert Additive Manufacturing und SLM Patentinhaber; Prof. Dr.-Ing. Gerd Witt, Universität Duisburg-Essen, Inhaber Lehrstuhl für Fertigungstechnik; Andy Middleton, Stratasys, Executive Vice President und Andreas Berkau, Oerlikon, Senior Vice President AM Strategy – Additive Manufacturing. Das Seminar findet in den Tagungsräumen des Messegeländes Augsburg statt.

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

3D-Druck

STL- und Scan-Daten reparieren

Mit der neuesten Version der 3D-Printing-Software 4D_Additive von CoreTechnologie lassen sich 3D-Scandaten und andere STL-Dateien mit einer sogenannten „Marching Cube“-Funktion in kürzester Zeit in geschlossene Volumenkörper verwandeln und...

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Additive Fertigung

Mobile Produktion vor Ort

Drei Unternehmen haben gemeinsam eine mobile Produktionsanlage entwickelt, die additive und subtraktive Bearbeitung mit höchster Präzision an fast jedem Ort der Erde ermöglicht. Kernstück ist die additive Fertigung per Drahtauftragsschweißen.

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Interview

Gute Aussichten für Metallbearbeitung

Dr. Alexander Broos, Leiter Forschung und Technik im VDW, verrät im Interview mit Daniel Schilling die neuesten Trends in der Metallbearbeitung und was Additive Fertigung und der Wandel in der Automotivebranche für die Industrie bedeuten.

mehr...