3D-Drucktechnologie FDM

Airbus integriert 3D-gedruckte Bauteile in die Lieferkette des A350 XWB

Stratasys, Anbieter von Lösungen im Bereich 3D-Druck und Additive Fertigung, unterstützt Airbus bei der Produktion von Teilen für den Airbus A350 XWB. Der Luftfahrtgigant setzt dafür jetzt standardmäßig den thermoplastischen Hochleistungskunststoff ULTEM 9085 ein.

Für den A350 XWB setzt Airbus standardmäßig auf die FDM-Drucktechnologie und den Hochleistungskunststoff ULTEM 9085, um Bauteile schneller und kostengünstiger herzustellen.

Das ULTEM 9085 Kunstharz, das gemäß der Spezifikationen von Airbus zertifiziert ist, wird mit der 3D-Drucktechnologie FDM (Fused Deposition Modelling) von Stratasys genutzt. Durch das Zusammenspiel von hoher spezifischer Festigkeit und der Einhaltung internationaler Brandschutzbestimmungen hinsichtlich Flammen, Rauch und Toxizität (FST = Flame, Smoke, Toxicity) für Flugzeugteile ermöglicht ULTEM™ 9085 nach eigenen Angaben die Produktion robuster und leichter Bauteile bei einer gleichzeitigen Senkung der Fertigungskosten und -zeiten. 

Stratasys und Airbus (v.l.n.r.): Amos Liebermann (Director Aerospace Strategic Accounts EMEA, Stratasys), Olivier Cauquil (Head of Material & Parts Procurement, Airbus), Andy Middleton (President Stratasys EMEA) und Mark Walker (VP Procurement Strategy and Governance, Airbus). (Bild: Stratasys)

„Schon 2014 hat Airbus einen erheblichen Anteil der Bauteile für den damals neuen A350 XWB mit seinen FDM-3D-Druckern von Stratasys produziert und war so in der Lage, seinen Lieferverpflichtungen innerhalb des vorgegebenen Zeitrahmens nachzukommen. Wir freuen uns sehr, dass Airbus nun Stratasys 3D-gedruckte Bauteile in die Produktionslieferkette des A350 XWB integriert hat, so dass auch Zulieferer weiterhin die termingerechte Auslieferung von Flugzeugen gewährleisten können“, sagt Andy Middleton, President Stratasys EMEA.

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Die Additive Fertigung trägt dazu bei, die Effizienz und Flexibilität innerhalb der Produktionslieferkette erheblich zu steigern, indem sie eine bedarfsgerechte Bauteilherstellung ermöglicht – und das an Orten, die für die Belieferung der endgültigen Fertigungslinie ausgelegt sind. Darüber hinaus wird der Materialnutzungsgrad verbessert, weil anders als bei herkömmlichen Herstellungsverfahren sehr viel weniger Ausschuss anfällt.

„Vor allem zeitsensible Branchen fragen unsere Lösungen für die Additive Fertigung verstärkt nach – das reicht von der Luftfahrt- über die Automobilindustrie bis hin zu Medizinprodukten und Konsumgütern“, unterstreicht Andy Middleton. „Durch die Integration unserer additiven Fertigungsstrategien in die Lieferkette können Unternehmen nicht nur zugesagte Produkteinführungszeiten einhalten, sondern gleichzeitig – bei Reduzierung ihres Lagerbestandes – Innovationen vorantreiben.“

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