Formnext startet stark in 2026

Melanie Steinbeck,

Etablierter Treffpunkt der internationalen AM-Branche

Die Formnext 2026, eine internationale Messe für additive Fertigung, startet stark in die neue Messeperiode. Bereits Monate vor Messestart zeichnet sich ein hohes Interesse aus der globalen AM-Branche ab. Die Veranstaltung findet vom 17. bis 20. November 2026 in Frankfurt am Main statt.

© Mesago / Mathias Kutt

Bereits Anfang März 2026 hatten sich 527 Unternehmen aus 34 Ländern als Aussteller für die Formnext angemeldet. Dabei reicht das Spektrum von international etablierten Anbietern bis hin zu jungen, spezialisierten Firmen entlang der gesamten additiven Prozesskette.

Besonders bemerkenswert ist der hohe Internationalitätsgrad der Veranstaltung: 64,5 Prozent der bislang angemeldeten Aussteller kommen aus dem Ausland. Zu den wichtigsten Ausstellerländern zählen neben Deutschland unter anderem Großbritannien, China, Frankreich, Italien, Spanien und die USA. „Auch wenn das gesamtwirtschaftliche Umfeld komplexer geworden ist, wächst die AM-Welt kontinuierlich weiter und bietet damit nach wie vor zukunftsweisende Businessmöglichkeiten für alle beteiligten Unternehmen entlang der gesamten Prozesskette“, berichtet Sascha F. Wenzler, Vice President Formnext beim Veranstalter Mesago Messe Frankfurt GmbH.

Breites Spektrum führender AM-Hersteller

Die hohe Attraktivität der Messe zeigt sich auch an der Präsenz weltweit führender Systemhersteller. Unternehmen wie 3D Systems, AMCM, Atlix (ehemals Trumpf Additive Manufacturing), BigRep, Bright Laser Technologies, Carbon, Colibrium Additive, DMG Mori, DyeMansion, EOS GmbH, ExOne (darunter nun auch Voxeljet), Farsoon Technologies, Formlabs, HBD Additive Manufacturing, HP, Lithoz, Meltio, Nikon, Renishaw, Ricoh, Siemens, Sisma, Stratasys und XJet nutzen auch 2026 die Formnext, um ihre Innovationen der internationalen Fachwelt zu präsentieren.

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Parallel dazu wächst auch der weltweite Materialabsatz für die Additive Fertigung kontinuierlich. Diese Entwicklung spiegelt den steigenden Einsatz additiver Technologien in zahlreichen Anwenderindustrien wider. Neben spezialisierten AM-Materialanbietern wie DWS Systems, Headmade Materials, Höganäs, m4p material solutions, Metalpine und Polymaker profitieren auch große Industrieunternehmen wie Evonik, Linde, Sandvik oder VDM Metals von dieser Entwicklung und präsentieren sich als Aussteller auf der Formnext 2026.

Wachsende Bedeutung von Dienstleistern

Ein weiterer zentraler Wachstumstreiber der AM-Branche sind spezialisierte Dienstleister. Diese spielen insbesondere dort eine zunehmend wichtige Rolle, wo kleinere Unternehmen additive Fertigung nutzen möchten, sich jedoch aufgrund von Zertifizierungsanforderungen oder geringer Stückzahlen die Investition in eigene Anlagen nicht rechnet.

Auch auf der Formnext 2026 nimmt die Bedeutung der Dienstleister weiter zu. Dieser Trend wird unter anderem getragen von spezialisierten AM-Dienstleistern wie 3D‑WERK Black Forest, 3Faktur, Alphacam, FIT AG, FKM Sintertechnik, Materialise und Toolcraft. Darüber hinaus bieten auch Industrieunternehmen wie KraussMaffei, KSB oder Oerlikon ihr AM-Know-how zunehmend externen Anwendern an.

Gleichzeitig stellen führende Hersteller von Desktop-3D-Druckern wie Bambu Lab, Creality und Prusa Research ihre aktuellen Innovationen vor. Diese Systeme werden zunehmend auch in Industrieunternehmen, kleinen und mittleren Unternehmen sowie in sogenannten Printfarmen eingesetzt. Der sogenannte Prosumer-Sektor gewinnt dadurch weiter an Bedeutung, da er vielen Anwendern den Einstieg in professionelle additive Fertigung erleichtert und den Übergang zu großvolumigen und komplexen Fertigungslösungen unterstützt.

Dynamik durch neue Aussteller

Die Vielseitigkeit der additiven Fertigungswelt zeigt sich auch an der hohen Zahl neuer Aussteller. Bereits jetzt haben sich Unternehmen aus insgesamt 21 Nationen erstmals für die Formnext angemeldet – darunter Start-ups, etablierte Konzerne und Branchenverbände. Ihr Leistungsangebot reicht von Automatisierung über Software, Design und neue Fertigungstechnologien bis hin zu Post-Processing, Reinigung und Qualitätssicherung. Auch unter den Neuausstellern finden sich mehrere Dienstleister.

„Die Vielseitigkeit bei den Neuausstellern spiegelt die Dynamik in der gesamten AM-Branche wider. Sie unterstreicht außerdem die Relevanz einer internationalen Leitmesse wie der Formnext, die diesen oftmals jungen Unternehmen hilft, die richtigen Kontakte zu treffen, eine möglichst große Wahrnehmung zu finden und damit erfolgreich in der Branche Fuß zu fassen“, so Petra Haarburger, President der Mesago Messe Frankfurt.

Fokus auf Anwenderindustrien

Um das weitere Wachstum der Branche zu unterstützen, legt die Formnext 2026 einen verstärkten Fokus auf zentrale Anwenderindustrien. Dazu zählen insbesondere Automotive, Mobilität und Transport, Bau und Architektur sowie Energie, Öl und Gas.

„In all diese Anwenderbranchen ist die Additive Fertigung nicht mehr wegzudenken und hilft unter anderem dabei, Endprodukte zu fertigen und oftmals zu optimieren, Ersatzteilversorgung und Lieferketten effizienter zu machen und den Service für den Kunden zu verbessern“, erklärt Christoph Stüker, Vice President Formnext bei Mesago Messe Frankfurt. „Weil die Additive Fertigung oftmals komplex ist, braucht es in der Regel die richtigen Lösungen für den gesamten Fertigungsprozess einschließlich Design, Material, AM-Fertigung und Post-Processing – diese bietet die Formnext in einer einzigartigen Kombination als führende Plattform für die Additive Fertigung.“

Darüber hinaus wird auch das diesjährige Partnerland, das Vereinigtes Königreich, eine wichtige Rolle spielen und sowohl mit zahlreichen innovativen AM-Unternehmen als auch im Rahmenprogramm prominent vertreten sein.

Ausblick auf die Formnext 2026

Der aktuelle Stand Anfang zeigt bereits deutlich die Dimension der kommenden Veranstaltung:

  • 527 angemeldete Aussteller aus 34 Nationen
  • Internationalitätsanteil von 64,5 Prozent
  • Starkes Bekenntnis der weltweiten AM-Branche
  • Neuaussteller aus 21 Nationen mit Innovationen entlang der gesamten AM-Prozesskette

Schon heute wird deutlich, dass die Formnext 2026 erneut zu einem zentralen Treffpunkt der internationalen Additive-Manufacturing-Community wird. Hier entstehen neue Technologien, wachsen Partnerschaften und wird die industrielle Zukunft der AM-Branche aktiv mitgestaltet.

Veranstalter der Formnext ist die Mesago Messe Frankfurt GmbH, ein auf technologieorientierte B2B-Formate spezialisierter Messeveranstalter und Teil der Messe Frankfurt Group. Ideeller Träger der Veranstaltung ist die VDMA Arbeitsgemeinschaft Additive Manufacturing, in der rund 200 Unternehmen und Forschungsinstitute an der Industrialisierung additiver Fertigungsverfahren arbeiten.

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