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Artikel und Hintergründe zum Thema

Zulieferer

Punktschweißen am laufenden Band

Umlaufende Prozessbänder statt verschleißender Elektroden kennzeichnen das neue System von Roboterzangen zum Widerstands-Punktschweißen aus dem Hause Fronius. Die Prozessbänder des Widerstands-Punktschweißverfahrens Deltaspot schützen die Elektroden und die zu fügenden Werkstoffe, vermeiden Spritzer und setzen neue Qualitätsstandards. „Endloses Punkten in gleich hoher Qualität während mehrerer Schichten wird so zur Realität“, lässt der Hersteller wissen. Der Prozess zeichne sich „durch hundertprozentig reproduzierbare Schweißpunkte und durch eine im Vergleich zum konventionellen Widerstands-Punktschweißen erhebliche Vergrößerung des Prozessfensters aus“, heißt es.

Das klassische Anwendungsspektrum des Widerstands-Punktschweißsystems erstreckt sich insbesondere auf die Automobil- und Automobil-Zulieferindustrie. Geeignet ist es für Metalle wie Stahl und Aluminium, für beschichtete Bleche sowie für Mischverbindungen aus beschichteten Stahlblechen und Aluminium. Es ermöglicht ein prozesssicheres Punktschweißen auch bei Drei-Blech-Verbindungen. Je nach Applikation gesellen sich zur nahezu hundertprozentigen Verfügbarkeit ohne Elektrodenwechsel über mehrere Produktionsschichten weitere Pluspunkte, zum Beispiel spritzerfreie Verbindungen und die damit verbundene schmutzfreie Arbeitsumgebung.

Konventionell findet ein direkter Kontakt zwischen Elektroden und den Außenflächen der zu verschweißenden Bleche statt. Daraus ergeben sich die meisten der bekannten unangenehmen Nebenwirkungen. Anders bei Delta­spot. Zwischen den Elektroden und den Blechen liegt jetzt ein Prozessband, dessen Material auf die jeweilige Applikation angepasst ist. Einerseits überträgt es den Schweißstrom, andererseits schützt es die Kontaktflächen der Elektroden. Der Widerstand der Prozessbänder kann als zusätzlicher Wärmeeintrag in die Schweißung genutzt werden. Speziell beim Verschweißen von gut leitfähigen Materialien wie Aluminium reduziert dies den Verbrauch des Schweißstroms. Nach jedem Schweißpunkt bewegt sich das Prozessband automatisch in seine nächste Position, es schweißt also immer eine neue Kontaktfläche „am laufenden Band“.

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Qualitätsmanagement und -dokumen­tation sind einfach und sicher realisierbar. Weil jeder Schweißpunkt einen „Fingerprint“ auf dem Band hinterlässt, sind Bewertungen seiner Qualität darin schlüssig abzulesen. Dies entspricht dem Bedarf der Automobilindustrie nach einer hundertprozentigen Überwachung aller anfallenden Schweißpunkte. ms

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