Zulieferer
Jeden Tag aufs Neue
zeigt der hessische Kunststoff-Zerspaner Wagner, wie sich polymere Zulieferteile auch in kleineren Stückzahlen noch wirtschaftlich herstellen lassen. Ob Kupplungen aus POM für Niederdruckschläuche, Sensoraufnahmen aus PVDF für die Durchflussmessung oder Dichtungen aus PET für Ventilsysteme in allen Fällen handelt es sich um mechanisch gefertigte Teile. Die Span gebende Bearbeitung ziehen erfahrene Konstrukteure und Entwickler meist dann dem Spritzguss vor, wenn mittlere oder kleine Serien geometrisch hochwertiger Bauteile zu realisieren sind. Beispielsweise für die Fluidtechnik braucht es oberflächen- und strömungstechnisch anspruchsvolle Bauteile von hoher Präzision; weil sie aber oft nicht in gewaltigen Stückzahlen benötigt werden, rechnet sich der Aufwand für die Herstellung eines Spritzguss-Werkzeugs nicht. Abgesehen davon lässt die spangebende Fertigung den Konstrukteuren erhebliche Freiheiten bei der Auswahl des geeigneten Kunststoffs und bietet ihnen im Fall technischer Änderungen die Möglichkeit, flexibel zu reagieren.
Wachsende Bedeutung gewinnt die mechanische Fertigung von Kunststoffteilen inzwischen auch durch den Trend zur Miniaturisierung. Denn wo – um in der Fluidtechnik zu bleiben – Kleinstpumpen, Mini-Armaturen oder winzige Ventilsysteme benötigt werden, steigen die Ansprüche an Präzision, da die filigranen Bauteile wegen ihrer Multifunktionalität mitunter überaus komplexe Geometrien erreichen. Und obwohl auch im Bereich miniaturisierter Anwendungen eher die Kleinserie gefragt ist, hat Wagner hier bereits Großserien von bis zu 30.000 Stück produziert. Dabei wurden zum Teil extreme Rundlaufgenauigkeiten, Dichtoberflächen bis Ra 0,8 und winzige Radien von nur 0,2 Millimeter realisiert. ms








