Werkzeugmaschinen

Andreas Mühlbauer,

Fit für die digitale Zukunft

Um die Vernetzung von Maschinen möglich zu machen und nutzen zu können, müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllt sein. United Grinding C.O.R.E. gewährleistet dies.

Auch Werkzeugmaschinen anderer Hersteller lassen sich mi C.O.R.E. ausrüsten. © Walter Machines

„Mit C.O.R.E. beginnt die digitale Zukunft“, betont CEO Stephan Nell. Die von den Spezialisten der Unternehmensgruppe entwickelte und auf der EMO in Mailand vorgestellte neue Hard- und Softwarearchitektur eröffnet Möglichkeiten zur Vernetzung, zur Steuerung und zum Monitoring des Produktionsprozesses und damit auch zur Prozessoptimierung. 

Als vor einigen Jahren die öffentliche Diskussion um Industrie 4.0 zunehmend lauter wurde, fasste die United Grinding Group den Entschluss gemeinsam als Gruppe verstärkt in die digitale Zukunft zu investieren. Ziel und Kern dieser Entwicklung war es, die zunehmende Konnektivität, also den Datenaustausch zwischen Menschen, Maschinen und des Produktionsumfelds, zu gewährleisten und die Basis für den Betrieb moderner IoT-Anwendungen zu schaffen. Außerdem sollte eine intuitive Bedienung ermöglicht werden, die sowohl Einrichtern als auch Maschinenbedienern und Instandhaltern die Arbeit erleichtert. 

Intuitive Bedienung

Am 24 Zoll großen Full-HD-Multitouch-Display sind die Next-Generation-Werkzeugmaschinen zu erkennen, die mit der C.O.R.E.-Technologie ausgestattet sind. Damit wird nicht nur eine Navigation wie am Smartphone über „touch“ und „swipe“ möglich. Kunden können die Benutzeroberfläche auch nach ihren individuellen Anforderungen konfigurieren und die wichtigsten Funktionen und Bedienanzeigen nach persönlichen Vorlieben sortieren – ähnlich wie die App-Übersicht auf einem Smartphone-Startbildschirm.

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Dank des neuen Zugangssystems, das über einen personalisierten RFID-Chip funktioniert, wird das individuelle Benutzerprofil automatisch geladen. Das An- und Abmelden an der Maschine wird dadurch nicht nur einfacher, sondern auch deutlich sicherer. Durch das für alle Nutzer hinterlegte Rollenprofil ist es möglich, nur die für sie relevanten Informationen anzuzeigen. Das reduziert die Komplexität und damit auch die Fehleranfälligkeit.

Beim Stichwort Komplexitätsreduktion ist außerdem auffällig, dass bei dem neuen C.O.R.E.-Panel weitestgehend auf Tasten verzichtet wurde. Markant ist dabei der Feedrate-Override Drehschalter, mit dem sich durch einfaches Drehen die Vorschubgeschwindigkeit der Achsen regulieren lässt. Der einheitliche Einsatz der C.O.R.E. Panel bei allen Marken vereinfacht überdies die Maschinenbedienung und erleichtert die Einarbeitung.

Mehr als nur ein innovatives Bedienpanel

Das neue Bedienpanel ist freilich nur das äußere Erkennungsmerkmal aller mit der neuen C.O.R.E.-Technologie ausgestatteten Maschinen. „Auch hinter der Maschinenverkleidung gab es große innovative Entwicklungen“, betont Christoph Plüss, CTO der United Grinding Group. Das durchgängige Betriebssystem C.O.R.E. OS ist auf einem leistungsfähigen Industrie-PC installiert, dem C.O.R.E. IPC. Dieser fungiert als IoT-Gateway und beheimatet alle Software-Applikationen.

C.O.R.E. OS ist zudem kompatibel mit allen bei United Grinding eingesetzten CNC-Steuerungen. Weiterhin eröffnet es eine Fülle von Möglichkeiten zur Konnektivität. Vernetzt werden können nicht nur alle Maschinen mit C.O.R.E.-Technologie der United Grinding Group, sondern über implementierte Schnittstellen wie umati auch Drittsysteme. Über Chatfunktionen ist eine schnelle und einfache Unterstützung gewährleistet und die integrierte Frontkamera ermöglicht sogar Video-Calls.

Oberster Maßstab: User Experience

In dem über mehrere Jahre dauernden Entwicklungsprozess haben die Software- und Prozessexperten aller Marken der United Grinding Group ihre Kompetenzen vereint und eine beispiellose Software-Architektur entworfen. „Die User Experience, also das unmittelbare Erlebnis der Nutzer, war dabei stets unser oberster Maßstab“, erklärt CTO Plüss. Die Abkürzung C.O.R.E. steht für Customer Oriented REvolution.

Im Bereich der Betriebssysteme und Software-Architekturen von Werkzeugmaschinen sei C.O.R.E. ein Quantensprung, betont Unternehmens-Chef Stephan Nell. „Damit sind unsere Maschinen fit für die digitale Zukunft.“ Dabei stellt die C.O.R.E.-Technologie noch nicht das Ende der Entwicklung dar. „Das ist eine Basis, auf der wir aufsetzen werden“, sagt Plüss. „Die Entwicklung geht kontinuierlich weiter. Dank der flexiblen, modularen Struktur der Software-Architektur werden wir fortlaufend neue Features und Applikationen ergänzen. Die geballte Software-Entwicklungskraft unserer Gruppe werden wir dabei zum Nutzen unserer Kunden einsetzen.“ Ziel sei es, die Kunden regelmäßig mit neuen C.O.R.E. Software-Releases zu begeistern und die digitale Zukunft auf diese Weise aktiv mitzugestalten. Auf diese Weise bleibt die Gruppe ihrem obersten Ziel treu, ihre Kunden noch erfolgreicher zu machen.

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