Zerspanen

"Produktivster Hersteller weltweit"

Der US-Werkzeugmaschinenhersteller Haas Automation erzielte in 2006 einen Jahresabsatz in Höhe von 12.500 Maschinen und einen Umsatz von 750 Millionen US-Dollar, wie Peter Hall, Managing Director in Europa, SCOPE-Chefredakteur Hajo Stotz erläutert.

Das Fertigungswerk in Oxnard bei Los Angeles umfasst rund 100.000 qm. Etwa 300 Werkzeugmaschinen sind dort installiert - davon sind circa 150 Haas-Maschinen.

SCOPE: Haas hat vor kurzem vier neue sogenannte Haas Factory Outlets (HFO) in Deutschland eröffnet und besitzt damit nun sieben. Was ist das Besondere an diesem Konzept?

Hall: Das Konzept wurde vor rund fünf Jahren in USA gestartet, wo wir heute etwa 60 Haas Factory Outlets haben. Unser Ziel sind bis Ende 2007 in Europa 40 und weltweit etwa 150. Das Konzept ist vergleichbar einer Verkaufsniederlassung von Audi, BMW oder Daimler Chrysler: Egal, ob der Kunde direkt neben der Zentrale in Oxnard sitzt oder im bayerischen Wald, er wird in jedem Factory Outlet dieselbe Atmosphäre, denselben Showroom, dieselben Maschinen, denselben Service, dieselbe Lieferbereitsschaft und das auf demselben hohen Niveau ausgebildete Personal finden. Jedes HFO verfügt zudem über Ersatzteile und Werkzeuge im Wert von 150.000 Euro.

SCOPE: Verbessern Sie damit auch Ihre Servicebereitschaft? Und wie hoch ist Ihre Lieferbereitschaft?

Hall: In Nordamerika finden 90 Prozent aller Servicebesuche innerhalb von 24 Stunden statt und sind mit einem Besuch erledigt. In Europa liegen wir zwischen 80 und 90 Prozent. Diesen Wert werden wir durch die Factory Outlets weiter steigern. Bei der Lieferbereitschaft liegen wir bei 98 Prozent: bis 16:00 Uhr bestellt, ist das Teil innerhalb von 24 Stunden beim Kunden. Seit der Gründung von Haas wurden rund 70.000 Maschinen verkauft. Für alle können wir innerhalb von 24 Stunden jedes gewünschte Ersatzteil liefern.

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SCOPE: Wie viele Maschinen haben Sie 2006 in Deutschland verkauft?

Hall: In Europa ohne England haben wir in 2006 etwa 2.150 Maschinen verkauft, davon mehr als 400 in Deutschland.

SCOPE: Das sind etwa so viele wie 2005….

Hall: Deutschland ist in Europa der wichtigste Markt, aber unser Marktanteil ist noch nicht so gut wie wir sein wollen. 2007 ist unser Ziel mehr als 500 Maschinen, in drei bis vier Jahren sollen es 1.000 Maschinen in Deutschland sein. Wir werden den besten Service und die höchste Lieferbereitschaft der Branche zu bieten.

SCOPE: Welche Zielgruppe sprechen Sie in erster Linie an?

Hall: Wir adressieren hauptsächlich klein- und mittelständische Betriebe, die ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis bei hoher Zuverlässigkeit suchen. Haas Maschinen sind ein sehr geringes Investitionsrisiko, die laufenden Kosten sind erheblich geringer als beim Wettbewerb. Unsere Ersatzteilpreise liegen teilweise bei der Hälfte der unserer Konkurrenz. Wie zufrieden unsere Kunden mit Haas-Maschinen sind, sehen Sie daran, dass es selbst in USA, wo 60 Prozent der Maschinen stehen, fast keine gebrauchten Haas gibt. Die Kundentreue ist sehr, sehr hoch.

SCOPE: An Ihrer Fertigungsstätte in Oxnard, USA, stellen Sie rund 1.100 Maschinen monatlich her. Wie produktiv sind Sie damit im Vergleich?

Hall: Mit etwas mehr als 1.100 Mitarbeitern mehr als 1.100 Maschinen pro Monat bei einer sehr hoher Fertigungstiefe herzustellen – damit sind wir der produktivste Werkzeugmaschinenhersteller der Welt. Wir werden 2006 einen Umsatz von 750 Mio. US-Dollar erreichen, das ist eine Steigerung um 25 Prozent zum Vorjahr. In Europa werden wir übrigens wieder 35 Prozent Steigerung erreichen, und das bereits seit 2001 in Folge. Damals haben wir hier 440 Maschinen verkauft.

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