Werkzeugmaschinen

Hermle mit Umsatz- und Ergebnisplus

Der Konzernumsatz der Maschinenfabrik Berthold Hermle stieg von Januar bis Mai im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um rund 7 % auf 155,7 Mio. Euro (Vj. 146,1) und das Ergebnis verbesserte sich ebenfalls, wie der Vorstand auf der Hauptversammlung am 5. Juli mitteilte.

Die Maschinenfabrik Berthold Hermle erwartet weitgehend eine stabile Entwicklung im Gesamtjahr.

In Deutschland wurde ein Geschäftsvolumen von 72,1 Mio. Euro (Vj. 61,9) und im Ausland von 83,6 Mio. Euro (Vj. 84,2) erzielt. Damit hat sich auch das Auslandsgeschäft, das bis Ende März noch deutlich rückläufig war, spürbar erholt. Der Auftragseingang erhöhte sich konzernweit um rund 11 % auf 168,0 Mio. Euro (Vj. 150,7). Davon entfielen 66,1 Mio. Euro (Vj. 65,6) auf das Inland und 101,9 Mio. Euro (Vj. 85,1) auf das Ausland. Der Auftragsbestand belief sich per Ende Mai 2017 auf 106,1 Mio. Euro. Zum Jahreswechsel hatte er bei 93,8 Mio. Euro und am 31. Mai 2016 bei 127,8 Mio. Euro gelegen.

Vor diesem Hintergrund hält der Vorstand im Gesamtjahr 2017 einen Konzernumsatz etwa auf Höhe des Vorjahreswerts oder – bei anhaltend positiver Geschäftsentwicklung  – eventuell leicht darüber für erreichbar (2016: 394,0 Mio. Euro). Das Betriebsergebnis wird aus heutiger Sicht je nach Umsatzverlauf konzernweit auf oder etwas unter dem Vorjahresniveau liegen (2016: 99,8 Mio. Euro). Es dürfte mit der Umsatzentwicklung zwar grundsätzlich mithalten, die Anlaufkosten für die beiden großen Zukunftsprojekte am Firmensitz Gosheim und im benachbarten Zimmern ob Rottweil sowie der Wegfall von im Vorjahr erzielten hohen Erträgen aus einzelnen Auslandsaufträgen werden dadurch aber voraussichtlich nur teilweise kompensiert.

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Auf seiner Hauptversammlung berichtete der Vorstand des schwäbischen Werkzeugmaschinenherstellers auch über den Stand der beiden Großprojekte zur Zukunftssicherung, die planmäßig verlaufen. Die Baumaßnahmen für die Erweiterung der spanenden Fertigung am Firmensitz werden während der Betriebsferien des Unternehmens im August 2017 abgeschlossen. Im Spätherbst folgt dann die Installation eines zusätzlichen Großbearbeitungszentrums für diesen strategisch wichtigen Produktionsbereich. Am neuen Standort Zimmern ob Rottweil wurde bereits mit der Fertigung von Maschinenbetten begonnen. Zunächst wurden diese Grundkörper der Hermle-Bearbeitungs­zentren für ein neues Maschinenmodell hergestellt, das im September auf der EMO in Hannover präsentiert wird. Aktuell startet die Serienfertigung der Maschinenbetten für die ersten bereits bestehenden Modellreihen. Bis Jahresende wird die Produktion sukzessive auf weitere Varianten ausgedehnt und insgesamt erhöht. Die Neueinstellungen für den Standort Zimmern führten zusammen mit der Übernahme von Auszubildenden dazu, dass die Zahl der Mitarbeiter per Ende Mai konzernweit auf 1.034 Personen zunahm (31.12.2016: 1.018).

Außerdem stimmte die Hauptversammlung dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zu, die Ausschüttung zu erhöhen: Zusätzlich zur unveränderten Basisdividende von 0,80 Euro je Stamm- und 0,85 Euro je Vorzugsaktie wird ein Bonus von 12,00 Euro für jede Aktie ausbezahlt (Vj. 10,00). Damit steigt die Ausschüttung je Vorzugsaktie auf 12,85 Euro (Vj. 10,85). kp

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