Cimt 2021

Andreas Mühlbauer,

Deutsche Werkzeugmaschinenhersteller in China

Viele deutsche Werkzeugmaschinenhersteller nahmen an der Cimt 2021 vom 12. bis 17. April in Peking teil.

Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des VDW. © VDW

Auf dem größten Absatzmarkt der deutschen Industrie präsentierten 150 Unternehmen aus den Bereichen Werkzeugmaschinen, Zerspanungswerkzeuge, Spanntechnik, Messtechnik, Werkzeug- und Formenbau sowie NC-Steuerungen und Software ihr Produkte und Lösungen. Sie belegen eine Brutto-Ausstellungsfläche von 7.500 m².

„Aufgrund bestehender Reisebeschränkungen durch die Corona-Pandemie sind die deutschen Hersteller hauptsächlich über ihre chinesischen Tochtergesellschaften vertreten", erklärt Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken). Das gilt auch für den VDW, der seit vielen Jahren einen deutschen Gemeinschaftsstand auf der Cimt beim Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie beantragt und betreut. 

Obwohl der chinesische Markt von der Covid-19-Krise sehr hart getroffen wurde, hat er sich schnell erholt. Prognosen gehen davon aus, dass die Industrie-produktion und die Investitionen bis 2021 um jeweils mehr als 5 Prozent steigen werden. Der Verbrauch von Werkzeugmaschinen könnte in diesem Jahr ein Wachstum von 10 Prozent erreichen.

Wertvolle Partner für Chinas Industrie

„Deutschland ist nach Japan der zweitgrößte Werkzeugmaschinenlieferant für die chinesische Industrie und führend im Hightech-Segment. Seine Technologien werden in den unterschiedlichsten chinesischen Kundensegmenten eingesetzt, beispielsweise in der Automobil- und Luftfahrtindustrie sowie im Maschinenbau, in der Energieerzeugung und bei anderen breit aufgestellten Werkzeugmaschinen-anwendern", erklärt Shane Sun vom VDW China. Mit ihrem langjährigen und intensiven Know-how in all diesen Bereichen weltweit ist die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie ein wertvoller Partner für chinesische Industriekunden.

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Die deutschen Exporte sind in den vergangenen zwei Jahren um fast 45 Prozent von 2,3 auf 1,3 Mrd. Euro geschrumpft. Geliefert wurden vor allem Bearbeitungszentren, Schleifmaschinen, Teile und Zubehör sowie Drehbänke. Die chinesischen Importe sind nicht ganz so stark betroffen. Sie gingen 2020 um 28 Prozent zurück. Der Schwerpunkt der Lieferungen lag bei Teilen und Zubehör.

Für das laufende Jahr stehen die Zeichen wieder auf Wachstum. Die Aufträge aus China haben sich im vergangenen Jahr stabilisiert und sind im vierten Quartal sogar zweistellig gestiegen, um 17 Prozent. „Das verspricht eine erfreulichere Entwicklung für das laufende Jahr, denn der Turnaround sollte geschafft sein", urteilt Wilfried Schäfer. „Der Bedarf an moderner Produktionstechnik ist in China nach wie vor riesig, zumal die chinesische Industrie den nächsten Schritt hin zu höherwertigen Produkten machen will, die auch auf dem Weltmarkt gefragt sind", schließt er ab. 

Cimt ist Sprungbrett für Umati nach China

Der VDW war auf der Cimt auch mit einem Umati-Stand vertreten. Umati (universal machine technology interface) ist die Gemeinschaft des Maschinenbaus und seiner Kunden zur Förderung und Verbreitung von offenen, standardisierten Schnittstellen auf Basis von OPC UA. Ziel war es, mit der Präsentation auf der Cimt die Schnittstellenspezifikation für die Kommunikation von Werkzeugmaschinen mit übergeordneten IT-Systemen in China bekannt zu machen und zu zeigen, wie einfach sie funktioniert.

Sechs Unternehmen, die auch gleichzeitig Aussteller auf dem deutschen Gemeinschaftsstand sind, haben ihre Maschinen angeschlossen. „Leider haben die Folgen der Corona-Pandemie verhindert, dass es mehr Firmen geworden sind“, bedauert Dr. Alexander Broos, Leiter Forschung und Technik im VDW und verantwortlich für die OPC UA-Aktivitäten in der Werkzeugmaschinenindustrie. 

Kernelement der Umati-Beteiligung auf der Cimt war der Umati-Demonstrator. Er besteht aus einer Datendrehscheibe, an die Maschinen live angeschlossen sind, sowie einem eigenen Dashboard. Daran werden reale Maschinen angeschlossen. Deren Daten fließen in das Umati-eigene Dashboard. Über einen QR-Code können die Daten live auf dem eigenen Gerät betrachtet werden.

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