KI und virtuelle Zwillinge für die Industrie
Dassault Systèmes bestätigt Jahresprognose nach solidem Start ins Jahr 2026
Der französische Softwarekonzern Dassault Systèmes ist solide ins Jahr 2026 gestartet und setzt im Industriegeschäft weiter auf künstliche Intelligenz, Cloud-Anwendungen und virtuelle Zwillinge als Wachstumstreiber.
Dassault Systèmes hat seine vorläufigen Zahlen für das erste Quartal 2026 vorgelegt. Der Gesamtumsatz stieg demnach um 3 Prozent auf 1,51 Milliarden Euro, der Softwareumsatz legte ebenfalls um 3 Prozent zu und erreichte 1,37 Milliarden Euro nach IFRS beziehungsweise 1,38 Milliarden Euro auf Non-IFRS-Basis.
Das Geschäft mit Abonnements und Support wuchs um 2 Prozent. Es bleibt mit einem Anteil von 85 Prozent der Softwareerlöse das Rückgrat des Geschäftsmodells. Deutlich dynamischer entwickelten sich die klassischen Lizenz- und sonstigen Softwareerlöse, die um 9 Prozent auf 200 Millionen Euro zulegten. Auch das Dienstleistungsgeschäft wuchs moderat um 3 Prozent auf 134 Millionen Euro.
Für die Industrie besonders relevant ist die Entwicklung im Kerngeschäft mit Konstruktions-, Simulations- und Produktionssoftware.
Im Bereich „Industrial Innovation“, zu dem unter anderem 'CATIA', 'ENOVIA', 'SIMULIA' und 'DELMIA' gehören, blieb der Umsatz mit 750 Millionen Euro auf Vorjahresniveau. Eine hohe Vergleichsbasis bei 'CATIA' bremste das Wachstum.
Deutlich dynamischer entwickelte sich das Geschäft mit mittelstandsnahen Anwendungen: Der Bereich „Mainstream Innovation“ wuchs um 14 Prozent auf 367 Millionen Euro. Vor allem die CAD-Software 'SOLIDWORKS' und die Marke 'CENTRIC' legten zu.
Besonders stark entwickelten sich laut Unternehmen die Branchen Transport und Mobilität, Industrieausrüstung sowie Home & Lifestyle.
Konzernchef Pascal Daloz sieht einen Wandel bei den Kunden. Diese bewegten sich „von Experimenten hin zum industriellen Einsatz im großen Maßstab“ und suchten KI-Plattformen mit tiefem Industrie-Know-how.
Passend dazu stellte Dassault im ersten Quartal neue KI-gestützte „Virtual Companions“ vor.
Gemeinsam mit Nvidia arbeitet der Konzern zudem an einer KI-Plattform für virtuelle Zwillinge in Entwicklung und Produktion.
Auch die Cloud bleibt ein Wachstumstreiber: Der Umsatz mit '3DEXPERIENCE'-Software stieg um sieben Prozent, Cloud-Software legte um acht Prozent zu.
Für das Gesamtjahr erwartet Dassault weiterhin einen Umsatz zwischen 6,29 und 6,41 Milliarden Euro. Das Unternehmen vertraut somit darauf, dass Industrieunternehmen trotz eines schwierigen Umfelds weiter in Digitalisierung investieren.









