AMB

Gute Stimmung trotz leicht gesunkener Besucherzahl

Knapp 90.000 Besucher verzeichnete die diesjährige AMB, die am 17. September nach 5 Messetagen zu Ende ging. Insgesamt 1.469 Aussteller belegten das gesamte Stuttgarter Messegelände mit seinen 105.200 m2 Bruttofläche.

Besucher vor dem Startschuss im Eingang Ost.

„Eine durchweg positive Stimmung und strahlende Gesichter sind eindeutige Zeichen für den Erfolg der AMB 2016. Am Donnerstag, der die Halbzeit der fünf Messetage markiert, konnten wir den besucherstärksten AMB-Tag aller Zeiten verbuchen.“, freut sich Ulrich Kromer, Geschäftsführer der Messe Stuttgart. Das bestätigten auch die 1.469 Aussteller der internationalen Ausstellung für Metallbearbeitung in Stuttgart. Insgesamt wurden in den fünf Tagen  knapp 90.000 Fachbesucher gezählt, und damit etwas weniger als im Rekordjahr 2014. 16 % (2014: 15 %) der Besucher kamen aus 83 (68) Ländern. Neben Delegationen aus dem Iran und China, reiste eine Gruppe von 170 Besuchern per Charterflug aus Linz an. Die Aussteller präsentierten zahlreiche Innovationen und Weiterentwicklungen, die erstmals zu sehen waren. Sie belegten das gesamte Stuttgarter Messegelände mit seinen 105.200 m2 Bruttofläche.

Was bei der Eröffnungskonferenz am 13. September 2016 von den beiden Verbänden VDW Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken und VDMA Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau bereits prognostiziert wurde, bestätigte die Stimmungslage am letzten Messetag. „Die AMB ist als eine der wichtigsten Branchenmessen gesetzt und konnte auch 2016 die Erwartungen unserer Mitglieder erfüllen. Vom Start weg volle Messehallen, eine hohe Besucherqualität in Bezug auf Entscheidungskompetenz und Investitionsfreudigkeit sowie die durchweg positive Stimmung bei Ausstellern und Besuchern, setzen den von uns erwarteten Impuls für eine weiter positive Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte. Wir gehen daher davon aus, dass die von uns im Vorfeld prognostizierte Werkzeugmaschinenproduktion von Plus 2 Prozent erreicht werden wird“, resümierte Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer VDW.

Anzeige

Lothar Horn, Vorsitzender des Fachverbandes Präzisionswerkzeuge im VDMA, schloss sich dieser Einschätzung an: „Das sehr hohe Niveau der Vorveranstaltung wurde gehalten. Die Gespräche auf den Ständen machten extrem Spaß und die Messehallen waren zum Bersten voll. Wir fühlten uns richtig wohl, die AMB ist in Stuttgart genau am richtigen Ort“. Markus Heseding, Geschäftsführer des Fachverbandes, ergänzte: „Unser erstmalig veranstaltetes Forum Industrie 4.0 auf unserem Gemeinschaftsstand in Halle 1 wurde hervorragend angenommen. Wir hatten starken Zulauf und viele interessierte Besucher bei den Expertenvorträgen. Dieses Format werden wir in Zukunft ausbauen und fortführen“.

Die Besucherqualität blieb ebenfalls auf hohem Niveau. Rund drei Viertel gaben an, bei Einkaufs- und Beschaffungsentscheidungen beteiligt zu sein und 75 % (72 %) kamen mit konkreten Kauf- und Investitonsabsichten zur Messe. Mit 37 % (2014: 33%) machte der Maschinenbau den größten Anteil der Besucherbranchen aus. Danach folgten die metallbe- und verarbeitende Industrie 24 % (23%), Automobilindustrie / Fahrzeugbau 17 % (18 %), Werkzeug- und Formenbau 12 % (13 %) und Metallbaubetriebe 9 % (10 %). Mehr als ein Drittel der Besucher gaben an nur die AMB und sonst keine andere Messe zu besuchen. Rund die Hälfte ist sich sicher, dass die Bedeutung der AMB weiter steigen wird. Weiterempfehlen würden die AMB 98 % (99 %) der Besucher.

Neben der Maschine der Zukunft, also allen Entwicklungen unter dem Begriff Industrie 4.0 und den Innovationen der Aussteller, prägten Nachwuchs- und Fachkräfteförderung die Angebote im Rahmenprogramm. Von Sonderschau Jugend, veranstaltet von der VDW-Nachwuchsstiftung, über WorldSkills, die Aktion Kunst trifft Technik und den Wettbewerb Dreherin des Jahres, bis hin zur parallel veranstalteten European MINT Convention, reichte bei den beruflichen Angeboten die Palette. Im technischen Bereich begeisterten die AMB Experten Lounge powered bei mav, das VDMA Forum Industrie 4.0, die Innovationstour Metallbearbeitung vom PTW Darmstadt und zahlreiche Live-Vorführungen, geführte Touren und Veranstaltungen wie dem Leichtbautag. Meinolf Gröpper, VDMA Fachverband Software und Digitalisierung, fasst zusammen: "Digitalisierung und Virtualisierung im Sinne von Industrie 4.0 fanden nicht nur in Halle 4 statt. Das Thema war in Hallen präsent und man spürte das Hohe Interesse der Besucher."

Über reges Interesse an der Informationsveranstaltung zur AMB Iran 2017, zeigten sich die beiden Veranstalter Messe Stuttgart und VDW erfreut. Die AMB Iran, Fachmesse für Metallbearbeitung, ist eine Tochter der AMB in Stuttgart und fand 2016 erstmalig statt. Die Fachmesse mit begleitenden Technologieforen und Themenparks findet von 23. - 26. Mai 2017 in Teheran statt.

In Stuttgart kommt es von 18. – 22. September 2018 zur Neuauflage der AMB. Dann mit neuer Paul Horn Halle (Halle 10) und zusätzlichen 15.000 m2 Bruttoausstellungsfläche.

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

AMB 2020

Strategisch handeln gegen die Krise

Der deutsche Maschinenbau befindet sich im Abschwung. Vor allem automobilnahe Unternehmen sind betroffen, so auch Werkzeugmaschinenhersteller. Doch sie lassen sich nicht unterkriegen. Für sie ist die Zeit strategischer Entscheidungen gekommen.

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige

AMB 2018

AMB 2018 stellt Rekorde auf

Die AMB 2018 erfüllte nicht nur alle Erwartungen, sie brach auch sämtliche Rekorde. „Aussteller, Besucher und natürlich auch die Messe Stuttgart sind positiv gestimmt – die AMB war ein voller Erfolg“, sagt Ulrich Kromer von Baerle, Sprecher der...

mehr...

Digitale Services

Werkzeuge selbst entwickeln

Der Werkzeughersteller Seco Tools stellt auf der AMB seine Serviceleistungen in den Mittelpunkt. Mit My Tools können sich Anwender individuelle Präzisionswerkzeuge passend für ihre jeweiligen Fertigungsanforderungen entwickeln.

mehr...