Gewinn unter den Erwartungen

Ziehl-Abegg erzielt Umsatzrekord

Die Künzelsauer Ziehl-Abegg SE hat sich 2013 trotz einer weltweit schwierigen Wirtschaftslage gut behaupten können. Der Umsatz stieg um 5 Prozent auf die Rekordsumme von 388 Mio. Euro.

Eine große Fertigungstiefe hat es dem Ventilatoren- und Motorenhersteller Ziehl-Abegg in Künzelsau ermöglicht, in einem schwierigen Umfeld deutlich zu wachsen.

Besonders gut liefen die Geschäfte in Asien, heißt es weiter. Die Investitionstätigkeit hat ein noch nie dagewesenes Volumen von 41,4 Mio. Euro erreicht. Dies liegt vor allem am Neubau eines Werks in Hohenlohe (Süddeutschland) für den Bereich Antriebstechnik.

"Der Markt nimmt unsere leisen und energiesparenden Produkte sehr gut an", betont Vorstandsvorsitzender Peter Fenkl. Dies gelte sowohl für die Ventilatorentechnik als auch für die Antriebstechnik. Internationale Auszeichnungen und Prämierungen wie durch das Bundesumweltamt und Umweltministerien bestätigen die Vorreiterrolle der Künzelsauer Ingenieure bei zukunftsträchtigen Entwicklungen. "Der Geschäftsbereich Automotive wird im laufenden Jahr richtig Fahrt aufnehmen", verspricht Fenkl. Dass der große europäische Omnibushersteller VDL Bus & Coach seine neuen Stadtbusse Citea Electric mit dem getriebelosen elektrischen Radnabenantrieb ZAwheel von Ziehl- Abegg ausstattet, werde in den kommenden Monaten richtig Schwung für die Künzelsauer bringen. "Die Rekordinvestitionen, sowohl in Gebäude als auch in neue Produkte und den Markt, haben unser Ergebnis deutlich geschmälert", sagt Finanzvorstand Achim Curd Rägle. Daneben haben Währungsturbulenzen massiv auf das Ergebnis gedrückt, verweist er auf einen Gewinn, der unter den Erwartungen geblieben ist. Konkrete Angaben zum Ergebnis macht das Unternehmen traditionsgemäß nicht.

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Ebenso wie der Umsatz ist die Beschäftigtenzahl gestiegen. Zum Jahresende arbeiteten bei Ziehl-Abegg weltweit 3.250 Menschen - in den fünf Werken in Hohenlohe waren es 1.800 Menschen. "Obwohl wir eine Exportquote von 70 Prozent haben, arbeitet bei uns die Mehrheit der Beschäftigten in Deutschland", unterstreicht Rägle. Das weltweite Produktionsnetz von Ziehl-Abegg wird immer dichter gespannt. Die Standorte in Asien, Amerikas und Australien werden kontinuierlich zu Montage- und Produktionsstandorten ausgebaut. "Damit rücken wir noch näher an unsere Kunden heran", erklärt Technikvorstand Norbert Schuster. Die Umsätze in Asien haben sich spürbar besser entwickelt als geplant, und auch das Geschäft in Amerika gehört zu den Wachstumsmärkten.

Das neue Werk an der Autobahn A6 wird im zweiten Quartal 2014 eröffnet. Alleine dort hat Ziehl-Abegg 27 Mio. Euro investiert. Derzeit wird in dem Neubau die Serienproduktion für den getriebelosen Radnabenantrieb eingerichtet; die Produktion moderner Aufzugsmotoren ist bereits gestartet. Für 2014 erwartet Ziehl-Abegg ein Wachstum im hohen einstelligen Bereich. Dies wird durch den Auftragseingang unterstrichen, der im Januar 2014 bereits zehn Prozent über dem Vorjahr lag. kf

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