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Artikel und Hintergründe zum Thema

Werkzeugmaschinenindustrie optimistisch:

Der Trend ist positiv

EMO in Hannover: Werkzeugmaschinenbauer wollen ihre Konjunktur wieder ankurbeln.

Die Werkzeugmaschinenindustrie erwartet von der weltweit größten und wichtigsten Innovationsforum für die Metallbearbeitung, der EMO in Hannover, positive Impulse für das Geschäft der kommenden Monate. Das bestätigte Martin Kapp, Vorsitzender des EMO-Veranstalters VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken), anlässlich der EMO-Eröffnung in Hannover. "Die internationale Werkzeugmaschinenindustrie geht davon aus, dass die Konjunktur 2014 wieder anspringt", sagte er.

Dafür sprächen insbesondere die Prognosen für das globale Wirtschaftswachstum, die Industrieproduktion und die Investitionen der wichtigsten Abnehmerbranchen. Automobil- und Zulieferindustrie, Maschinenbau, Metallerzeugung, Metallbe- und -verarbeitung, Elektroindustrie, Feinmechanik und Optik einschließlich Medizintechnik sowie der sonstige Fahrzeugbau (Luftfahrtindustrie, Schienenfahrzeug- und Schiffbau) sollen 2013 nach Vorhersagen der britischen Wirtschaftsforscher von Oxford Economics weltweit um 6,5 Prozent steigen. 2014 werden sie sich mit 12,7 Prozent sogar fast wieder verdoppeln. "Das lässt sich zwar nicht eins zu eins auf die Investitionen in Werkzeugmaschinen übertragen, der Trend ist jedoch eindeutig", resümiert Martin Kapp.

Das zeige auch der internationale Werkzeugmaschinenverbrauch. Er steuert von Rekord zu Rekord. Im laufenden Jahr wird ein Anstieg um zwei Prozent auf rd. 68 Mrd. Euro erwartet. Das ist der höchste Wert, der jemals erreicht wurde. Im kommenden Jahr soll er bereits wieder eingestellt werden.

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Die Top-10-Märkte legen ausnahmslos zu. Insbesondere China, Südkorea und Taiwan sind die Zugpferde in Asien; in anderen Regionen der Erde kurbeln auch die USA, Mexiko und Russland ihren Werkzeugmaschinenverbrauch an.

Im vergangenen Jahr produzierten deutsche Hersteller Maschinen und Dienstleistungen im Wert von 14,2 Mrd. Euro. Das entsprach einem Zuwachs von zehn Prozent und damit dem Vorkrisenniveau des Jahres 2008. "Für das laufende Jahr gehen wir davon aus, das hohe Vorjahresergebnis halten zu können", sagt Martin Kapp.

Damit dies so kommt, müssten die Bestellungen im zweiten Halbjahr 2013 besser laufen als in den ersten sechs Monaten. Ausgehend von den Rekordaufträgen des Jahres 2011 ist die Nachfrage spürbar abgekühlt. Insgesamt sank der Auftragseingang im ersten Halbjahr um 13 Prozent. Die Inlandsbestellungen verloren 19 Prozent, die Auslandsorders 9 Prozent.

Dennoch stabilisiert sich der Auftragseingang derzeit. Zu den Wachstumstreibern gehören Russland, Südkorea, Brasilien und Mexiko, aber auch Großbritannien, Österreich und Italien. Die Inlandsbestellungen drehten im Juli dieses Jahres sogar erstmals seit 17 Monaten wieder ins Plus.

Positive Signale kommen auch von den wichtigen Abnehmern in Deutschland, die 2014 wieder mehr investieren wollen. bw

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