VDMA
Digitale Agenda wichtiger Baustein für industrielle Zukunft
Der VDMA unterstützt die Position der Bundesregierung, den Digitalen Wandel als Chance für den Standort Deutschland zu begreifen und proaktiv zu begleiten. "Wir wünschen uns aber, dass insbesondere die mittelständische Industrie in den Prozess noch stärker eingebunden wird", sagte der stellvertretende VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann.
Die Digitale Agenda, die am Mittwoch das Kabinett passierte, ist nach Ansicht Brodtmanns der richtige Ansatz, auf die mit einer wachsenden Digitalisierung einhergehenden Veränderungen zu reagieren und die erforderlichen Rahmenbedingungen zu schaffen. "Die Digitale Agenda ist ein wichtiger Baustein für die Zukunft der deutschen Industrie." Er forderte die Bundesregierung dazu auf, bei den weiteren Beratungen und Entscheidungen kleine und mittlere Unternehmen noch stärker als bisher einzubinden. "Der Staat darf sich dabei aber nicht in die Freiheit der Unternehmen hinsichtlich Produkt- und Geschäftsentwicklungen einmischen", stellte Brodtmann klar.
Der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des VDMA wies weiter darauf hin, dass mit der noch stärkeren Digitalisierung der Produkte (Smart Product) und der Vernetzung der realen Produktionswelt mit der virtuellen IT-Welt (Smart Factories) sich für den Maschinenbau enorme Chancen, seine weltweite Führungsrolle zu halten oder weiter auszubauen. Er nannte in diesem Zusammenhang das Stichwort "Industrie 4.0".
Aus Sicht des VDMA sind insbesondere folgende Aspekte der Digitalen Agenda wichtig:
- hochleistungsfähige und sichere Infrastrukturen
- Schutz vor Industriespionage und Produktpiraterie
- Vermitteln von IT-/Industrie 4.0 in der Aus- und Weiterbildung
- Nutzung von Industrie 4.0 in der Breite der Industrie, vor allem im Mittelstand.
Im Maschinen- und Anlagenbau werden Automatisierungstechnologien bereits seit längeren sowohl in den Produktionsprozessen als auch in den Produkten selbst genutzt und haben maßgeblich zu ihrem internationalen Erfolg beigetragen. Bereits heute beträgt der Softwareanteil und die Automatisierungstechnik über 30 Prozent in Maschinenbauprodukten - mit stark wachsender Tendenz.
Der VDMA hat gemeinsam mit BITKOM und ZVEI die Verbände übergreifende Plattform Industrie 4.0 etabliert und steht als Dialogpartner der Bundesregierung gerne zur Verfügung. Es wird entscheidend darauf ankommen, dass für die Nutzung von Industrie 4.0-Technologien die richtigen Rahmenbedingungen gesetzt werden, aber auch keine Hemmnisse und Benachteiligungen im internationalen Wettbewerb entstehen.








