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VDMA: Stabiler Aufschwung im Maschinenbau
Auftragseingang im Februar 2011 stieg real um 38 Prozent
Im Februar 2011 stieg der Auftragseingang um real plus 38 Prozent im Vorjahresvergleich. Das Inlandsgeschäft stieg um 40 Prozent. Bei der Auslandsnachfrage gab es ein Plus von 37 Prozent im Vergleich zum Vorjahresniveau. In dem von kurzfristigen Schwankungen weniger beeinflussten Dreimonatsvergleich Dezember 2010 bis Februar 2011 ergibt sich insgesamt ein Plus von 42 Prozent im Vorjahresvergleich, bei den Inlandsaufträgen ein Plus von 43 Prozent und bei den Auslandsaufträgen ein Plus von 42 Prozent.
Exporte legten 2010 um real 11,5 Prozent auf 125 Milliarden Euro zu
Die deutschen Exporte erholten sich 2010 gegenüber dem Einbruch des Vorjahres um real 11,5 Prozent. Als stärkster Exportmarkt etablierte sich die Volksrepublik China mit plus 34,7 Prozent im Vorjahresvergleich. Das sind fast ein Achtel der deutschen Maschinenbauexporte. Doch auch die Maschinenausfuhren in die USA expandierten kräftig um 18,7 Prozent im Vorjahresvergleich. Indien, Russland und Südostasien nahmen deutschen Herstellern jeweils rund ein Fünftel mehr Maschinen und Anlagen ab, bei Brasilien waren es sogar fast 30 Prozent plus, die Türkei schob sich mit einem Plus von 32,7 Prozent auf Platz 15 der Exportländer.
Importe stiegen um 17,5 Prozent auf 45,9 Milliarden Euro
Von der guten Performance der deutschen Volkswirtschaft profitieren auch seine Nachbarländer. Deutschland ist weiterhin der größte Maschinenbau-Importeur in Europa. Fast sechzig Prozent (59,6 %) der Maschinenimporte kamen 2010 aus den EU-27-Ländern. Dies entspricht einem Handelsvolumen von 27,4 Milliarden Euro. An der Spitze der Maschinenimporteure steht wie im Vorjahr Italien mit 4,5 Milliarden Euro. Die Importe aus Asien stiegen um 33,7 Prozent auf acht Milliarden Euro. Allein China legte um 33,1 Prozent zu auf 2,9 Milliarden Euro. Die Importe aus den USA lagen bei 3,9 Milliarden Euro - ein Plus von 28,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Messe-Partnerland Frankreich wichtigster Absatzmarkt in Europa
2010 exportierte der deutsche Maschinenbau Produkte für rund acht Milliarden Euro nach Frankreich. Das entspricht Platz drei im Export-Ranking. Gefragt waren insbesondere Erzeugnisse aus den Fachzweigen Landtechnik, Antriebstechnik und Bau- und Baustoffmaschinen. Deutschland ist mit großem Abstand wichtigster ausländischer Anbieter in Frankreich. Fast ein Drittel der von Frankreich importierten Maschinen kommt aus Deutschland. Auf dem deutschen Markt sind die französischen Maschinenbauer in der Position des viertgrößten ausländischen Anbieters mit einem Importanteil von gut acht Prozent. Im Ranking der weltweit führenden Herstellerländer belegt der französische Maschinenbau Platz 7. Innerhalb Europas ist das Land nach Deutschland und Italien der drittgrößte Maschinenbaustandort.
Umbau der Energieversorgung bietet hervorragende Perspektiven
Der Maschinen- und Anlagenbau könne beim Umbau der Energieversorgung einen entscheidenden Beitrag leisten. Eine nachhaltige Umbaustrategie setze jedoch zwei Dinge voraus, betonte Lindner: "Wir brauchen den beschleunigten Netzausbau. Das wird eine spannende politische Herausforderung gerade für die Grünen werden." Wie auch immer die Diskussion über den zukünftigen Energiemix in Deutschland ausgeht, die Energieanlagenbauer haben für die gesamte Bandbreite der Energieerzeugung, von fossil bis erneuerbar, hocheffiziente Technologien zur Verfügung.
Politik muss klares parteiübergreifendes Energiekonzept vorlegen
"Energiepolitik darf nicht nach Gefühl und Wellenschlag funktionieren, sondern muss Stabilität für zwanzig Jahre und mehr geben. Wir brauchen ein klares parteiübergreifendes, gesamtgesellschaftliches Energie-Konzept für die Zukunft, das den Menschen eine Perspektive und der Industrie feste und langfristig gültige Investitionsbedingungen und Planungssicherheit gibt - auch über Wahltage hinaus", erklärte der VDMA Präsident. "Wenn die Politik weiter solche Volten macht wie in der Vergangenheit, dann setzt sie den Industriestandort Deutschland aufs Spiel", so Lindner.
Weltmarkt für Windenergieanlagen erwartet für 2011 wieder ein Plus
Der Weltmarkt für Windenergieanlagen verzeichnete in 2010 durch die Folgen der Finanzkrise erstmals seit vielen Jahren einen Rückgang von über sechs Prozent an neu installierter Leistung. Besonders ausgewirkt hat sich hier die Entwicklung in den USA. Dieser wichtige Exportmarkt hat sich in 2010 halbiert. Das drohende Auslaufen der "investment tax credits" zu Jahresende 2010 und die fortlaufenden Diskussionen zum Wechsel des Förderregimes auf ein Quotenmodell hatten die Investitionsentscheidungen zusätzlich verschlechtert. Da die Perspektiven für die Windindustrie für 2011 wieder hervorragend sind, erwartet der VDMA weltweit für 2011 ein einstelliges Wachstum und danach wieder zweistellige Wachstumsraten.
Ausbau solarthermischer Kraftwerke freut Turbinenbauer
Einen attraktiven Markt für die deutschen Turbinenbauer stellen Solarkraftwerke dar, die in Ländern entlang des sogenannten "Sonnengürtels" immer populärer werden. So soll die Kapazität solarthermischer Kraftwerke bis 2020 von derzeit einem auf 20 Gigawatt steigen. Das entspricht einem jährlichen Wachstum von rund 35 Prozent.
Brennstoffzellenanlagen kommen zur Marktreife
Als innovative Energietechnologien der Zukunft kommen auch Brennstoffzellenanlagen langsam in die Phase der Markteinführung. Mit Brennstoffzellenanlagen konnten Hersteller und Zulieferer aus dem Maschinen- und Anlagenbau in 2010 bereits dreistellige Millionenumsätze erzielen. lg









