Corona-Krise

VDMA: Auftragseingang sinkt um 9 Prozent

Laut Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau sanken die Bestellungen im März um neun Prozent, der Rückgang im ersten Quartal betrug aber nur zwei Prozent.

Im März 2020 verfehlte der Auftragseingang im Maschinenbau sein Vorjahresniveau real um neun Prozent, so der VDMA. © Michal Jarmoluk/Pixabay

Die Corona-Pandemie hat den Maschinenbau zum Ende des ersten Quartals erreicht: Im März 2020 verfehlte der Auftragseingang sein Vorjahresniveau real um neun Prozent. Die Inlandsorders sanken um zwei Prozent. Das Minus der Auslandsbestellungen fiel mit zwölf Prozent deutlicher aus. „Dies lässt vermuten, dass sich hier die Ausbreitung der Pandemie zuerst in China und später dann auch in Europa bemerkbar macht“, erläutert VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers. „Die volle Wucht der Krise wird sich im Maschinenbau aber erst in den nachfolgenden Berichtsmonaten zeigen.“

Aus dem Euro-Raum kamen im März 14 Prozent weniger Bestellungen, aus den Nicht-Euro-Ländern waren es elf Prozent weniger Aufträge. Mehrere VDMA-Umfragen unter seinen Mitgliedsfirmen haben ergeben, dass Schwierigkeiten in den Lieferketten konstant etwa die Hälfte der Betriebe belasten. Die Probleme auf der Nachfrageseite, also den Kundenaufträgen, haben dagegen deutlich zugenommen, hiervon berichten inzwischen drei von vier befragten Maschinenbaubetrieben.

Das gesamte erste Quartal 2020 weist im Maschinenbau dagegen nur einen Orderrückgang von real zwei Prozent auf, die Inlandsaufträge legten in dieser Periode sogar um ein Prozent zu, während die Auslandsbestellungen um vier Prozent zum Vorjahr sanken. „Zu Beginn des Jahres waren wir noch guter Hoffnung für einen besseren Jahresverlauf, das hatten die Frühindikatoren so angedeutet. Dann ist uns die Pandemie dazwischengekommen“, sagt Wiechers. Aus den Euro-Ländern kamen in den ersten drei Monaten fünf Prozent weniger Bestellungen, der Auftragseingang aus den Nicht-Euro-Ländern sank um drei Prozent.

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Im vergangenen Jahr hatte der Maschinenbau in Deutschland insgesamt bereits ein Auftragsminus von neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr verbucht. Der Umsatz der Branche sank 2019 um real 2,8 Prozent auf 228,7 Milliarden Euro, die Produktion ging um nominal 0,5 Prozent auf 224 Milliarden Euro zurück. as

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