VDI präsentiert drei neue Statusreporte
Industrie 4.0: Wo steht Deutschland im weltweiten Vergleich?
Pünktlich zur Hannover Messe hat die VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik (GMA) drei Statusberichte zu Wertschöpfungsketten, Komponenten und Referenzmodellen der Industrie 4.0 in Deutschland veröffentlicht.
Damit Industrie 4.0 Realität wird, müssen die richtigen Voraussetzungen geschaffen werden. Es sind Standards notwendig, um überall auf der Welt nach denselben Regeln produzieren zu können. Den weltweiten Wettlauf wird das Land gewinnen, das die beste Strategie sowie nutz- und gewinnbringende Ideen für Geschäftsmodelle präsentiert.
Auf der Hannover Messe 2014 war deutlich erkennbar: Wir befinden uns mitten im Wettlauf um das "Advanced Manufacturing" - und die Mannschaft aus Deutschland heißt "Industrie 4.0". Ob Deutschland in Zukunft die Nase vorn haben wird, ist eine Frage der schnellen Umsetzung, der gemeinsamen Überwindung von Herausforderungen wie Standardisierung, sichere IT-Strukturen sowie geeignete Businessmodelle. Der VDI hat hier entscheidend vorgelegt und drei wichtige Statusberichte zu Industrie 4.0 veröffentlicht, um Deutschland einen elementaren Schritt vorwärts zu bringen.
Im VDI-Statusreport "Industrie 4.0 - Wertschöpfungsketten" werden die vier internen Wertschöpfungsketten, die über ihre Verkopplung das charakteristische Prozessmuster von Industrie 4.0 ausmachen, beschrieben. "Industrie 4.0 - Gegenstände, Entitäten, Komponenten" gibt verständliche und allgemeingültige Beschreibungen, die im Konsens unter Einbeziehung aller Interessensgruppen erstellt wurden. Und "Industrie 4.0 - Referenzmodell" gibt einen ersten Überblick über die Entwicklung eines Referenzmodells Systemarchitektur, um die unternehmensübergreifenden, flexiblen kooperativen Szenarien Realität werden zu lassen. Es ist geplant, diese Reihe mit den Themen "Industrie 4.0 - IT Security" und "Industrie 4.0 - Leitsystem" in 2014 fortzusetzen.
Industrie 4.0 ist ein Lernprozess, der alle angeht. Wir müssen in Deutschland lernen, schneller und besser zusammen zu spielen, denn Industrie 4.0 bedeutet nicht nur, dass es um offene Systeme, sondern auch um offenes Denken geht. Haben Ingenieure vor 15 Jahren noch eher für sich gearbeitet, ist die neue Generation zur Zusammenarbeit aufgefordert, um Lösungen gemeinsam mit anderen Disziplinen und häufig auch unternehmensübergreifend zu finden. Wertschöpfungsketten müssen in Zukunft weit flexibler miteinander gekoppelt werden als bislang. Der VDI liefert mit seinen Statusreporten die wichtigen Leitplanken.
Die drei Statusreporte stehen kostenfrei zur Einsicht unter www.vdi.de/industrie40.









