TGW mit DropBox für Esprit

Die Logistik zieht die Fäden

Bis zu 25.000 Pakete versendet Esprit täglich an seine Kunden. Um diese Kapazitäten erreichen und halten zu können und dem Kunden gebührenden Service zu bieten, vertraut Esprit auf den Logistikspezialisten Fiege und den Systemintegrator TGW. Das neue Distribution Center Europe (DCE) in Mönchengladbach ist für die Versorgung aller europäischen Esprit-Kunden bestens gerüstet.

Im Kommissionierbereich wird nach einzelnen Auftragszeilen gepickt, die das System dann in die richtige Reihenfolge bringt. (Foto: Fiege)

An einem Tag können im Esprit Logistikzentrum in Mönchengladbach eine Million Artikel abgewickelt werden. Bei einer derartigen Größenordnung muss das Logistiksystem die Fäden ziehen, denn nur das IT-Hirn der Anlage kann diese Mengen organisieren.

Das Distribution Center Europe (DCE) von Esprit in Mönchengladbach, Deutschland, beliefert alle Retail und Wholesale Shops in Europa. Für das nächste Jahr ist die Auslieferung von ca. 100 Millionen Teilen an dem von Fiege betriebenen Standort geplant.

Im Mai 2013 wurde die Anlage erfolgreich abgenommen; der finale Hochlauf wird noch bis Ende 2013 dauern. Die Dimensionen kann man mit einer Grundstücksfläche von 76.000 m² und ca. 300 Mitarbeitern im Distributionszentrum gut erahnen. Erstmalig wurde hier die TGW DropBox-Lösung umgesetzt.

Die Anforderungen an das neue Logistikzentrum von Esprit waren hoch: Die Leistung war ein wichtiger Aspekt sowie die Möglichkeit der exakten, kundenspezifischen Artikelsequenzierung. "Aus diesem Grund bot TGW die DropBox-Lösung für Esprit. Sie ist ein technisch höchst anspruchsvoller Lösungsansatz, der Esprit ermöglicht, die Wünsche seiner Filialen und Retailkunden zu erfüllen", so Projektleiter Peter Ehrenhuber, Director Realization der TGW Logistics Group.

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Die DropBox-Lösung ist die Antwort auf filialgerechte Sortierung im Versandkarton. Für jede Filiale kann entsprechend der Anordnung der Waren im Geschäft eine individuelle Reihenfolge festgelegt werden, in der die Artikel verpackt werden. Somit müssen die Mitarbeiter im Verkauf nur minimalen Zeitaufwand zum Einräumen der Waren einrechnen. "Wir können die Inhalte eines Kundenkartons zu 100 Prozent sequenzieren bzw. individuell für Esprit zusammenstellen. Die sortierte Reihenfolge der Waren im Karton verringert den Arbeitsaufwand der Mitarbeiter in den Filialen", ist Ehrenhuber.

"Das 'DropBox'-System funktioniert zweistufig und erlaubt sehr leistungsstarke Kommissionier- und Packleistungen, weil diese beiden Prozesse voneinander entkoppelt sind", erklärt Peter Ehrenhuber. An den 45 Kommissionierstationen werden die Waren aus den Kartons entnommen und in eigens bereitgestellte DropBox-Auftragsbehälter gepackt. Pro Auftragszeile wird eine eigene DropBox verwendet, nur so kann die sortenreine Sequenzierung reibungslos funktionieren.

Der Kommissioniermitarbeiter erhält über einen Touch-Screen die Pick-Anweisungen, wobei das System die Aufträge bündelt und Auftragszeilen mit der gleichen Ware an einem Arbeitsplatz zusammenführt. Dadurch werden so wenige Anbruchkartons wie möglich erzeugt. bw

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