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Schaeffler will Radlager-Produktion in Schweinfurth einstellen
Schaeffler beabsichtigt, die Radlager-Produktion in Schweinfurt im Verlauf der kommenden Jahre nach und nach einzustellen und an andere Standorte zu verlagern. Die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich Automotive sowie der Betriebsrat wurden am Montag dieser Woche von der Geschäftsleitung informiert.
Die vergangenen Jahre hätten gezeigt, dass eine wirtschaftliche Fertigung von Radlagern und auch anderen Automotive-Produkten am Standort Schweinfurt nicht mehr möglich sei, heißt in dem Statement. Der extrem hohe Kosten- und Wettbewerbsdruck in diesem Segment - insbesondere bei neuen Aufträgen - werde diese Entwicklung in Zukunft noch verschärfen. Es sei daher notwendig, möglichst frühzeitig Restrukturierungsmaßnahmen einzuleiten, da sonst der Großteil der 876 Automotive-Arbeitsplätze am Standort Schweinfurt gefährdet sei.
In enger Abstimmung mit den Arbeitnehmervertretern solle der zeitliche Rahmen der kommenden Jahre bis zur endgültigen Einstellung der Radlager-Fertigung genutzt werden, um sozialverträgliche Lösungen, zum Beispiel über Altersteilzeit, umzusetzen. Ziel sei es, betriebsbedingte Kündigungen in der Stammbelegschaft zu vermeiden. Zudem sollen Maßnahmen erarbeitet werden, um einen Teil der Automotive-Aktivitäten in Schweinfurt mit bis zu 300 Mitarbeitern weiterführen zu können.
Um Zeitplan, Umfang und Inhalt der Maßnahmen konkret auszuarbeiten, sollen schnellstmöglich Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern aufgenommen werden. Trotz der angespannten wirtschaftlichen Situation in diesem Bereich sehe man gute Chancen, einvernehmliche und sozialverträgliche Lösungen zu finden. kf









