Wirtschaft + Unternehmen
Rohwedder und Elwema in AIM vereint
Große Teile der ehemaligen Rohwedder AG gehen in der neu gegründeten Assembly in Motion, Ellwangen, auf. AIM ist eine neue Firmierung für eine Gruppe von Montagetechnik-Unternehmen der Hamburger Günther Holding. Zusammengefasst werden hier die Elwema als Hersteller von Montageautomaten für die Automotive-Industrie und die Standorte Bermatingen und Bruchsal von Rohwedder. Die beiden Betriebe waren zum 1. Juli von der Elwema übernommen worden. Sie firmieren künftig unter den Namen Rohwedder Macro Assembly (Bermatingen) und Rohwedder Micro Assembly (Bruchsal). Damit bleibt die Marke erhalten. Arbeitsplätze gibt es für 170 Mitarbeiter der alten Gesellschaften. CEO Antonio Alvarez will bei der Restrukturierung des Unternehmens ein verschärftes Tempo vorlegen. Für die Überarbeitung des Produktportfolios und der Prozesse und Organisationsstrukturen wird ein Jahr veranschlagt. Für die Restrukturierung hatten bei der Elwema noch drei Jahre zur Verfügung gestanden. Alvarez sieht vor allem in einer verstärkten Standardisierung eine Chance für die Gesundung von Rohwedder. Angesprochen werden sollen weiterhin die bekannten Märkte, die sich zu 95 Prozent aus den Sektoren Automotive und Medizintechnik zusammensetzen. Nach Ansicht von Alvarez ergänzen sich die Programme der beiden Unternehmen. Die AIM-Aussichten für die nächsten Jahre werden positiv bei moderatem Wachstum gesehen. Für das erste volle Geschäftsjahr 2011 der AIM kündigte Finanzchef Fabian Spilker eine Gesamtleistung von 65 Millionen Euro an. Er setzt dabei auf einen Auftragsbestand, der mit 50 Millionen Euro beziffert wird. Der neue AIM-Eigentümer, die Günther Holding, ist durch Lotterien groß geworden. Das kapitalkräftige Unternehmen ist daneben in Software und Maschinenbau investiert. bw









