Wirtschaft + Unternehmen
Projekt-Cockpit für den Gotthard-Basistunnel
Es ist ein gigantisches Projekt: Der schweizer Gotthard-Basistunnel wird nach seiner Fertigstellung mit 57 Kilometer der längste Tunnel der Welt sein. Mit allen Quer- und Verbindungsstollen werden sogar insgesamt 153,5 Kilometer Tunnelstrecke gebaut. Die Arbeitsgemeinschaft Transtec Gotthard (TTG), bestehend aus den Unternehmen Alcatel-Lucent/Thales, Alpine-Bau, Alpiq und Balfour Beatty Rail, liefert als Generalunternehmer die Bahntechnik für den neuen Gotthard-Basistunnel. Sie wird das Project Controlling System (PCS) von CIM Database einsetzen. Die Lösung des Bremer Herstellers Contact soll dazu beitragen, dass dieses ambitionierte Bauwerk vertragskonform umgesetzt und wie geplant Ende 2017 in Betrieb genommen werden kann. Dafür wird ein Projekt-Cockpit für die Gesamtprojektleitung bei TTG implementiert, um die Projektverantwortlichen bei der Steuerung und Überwachung der Baumaßnahmen umfassend zu unterstützen. Die umfangreichen Reporting-Funktionalitäten des neuen Systems sollen einen laufenden Soll/Ist-Abgleich der vielen sich noch in Planung befindenden oder bereits gestarteten Bauabschnitte ermöglichen, und dienen gleichzeitig als Basis für die Berichterstattung gegenüber dem Bauherrn, der AlpTransit Gotthard AG (ATG). Die ATG, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Schweizerischen Bundesbahnen, realisiert mit der neuen Eisenbahn-Alpentransversale eine zukunftsorientierte Flachbahn durch die Alpen, die massive Verbesserungen des Reise- und Transportverkehrs im Herzen Europas erreichen soll. Der Gotthard-Basistunnel ist das Herzstück. Die komplette Bahntechnik wird dabei von TTG geliefert, wozu die einzelnen Firmen ihre jeweiligen Kompetenzen in den Bereichen Fahrbahn, Fahrleitung, Bahnsicherung, Bahn- und Tunnelleittechnik, Telekommunikation, Stromversorgung, Logistik sowie Planung und Ausführung beisteuern.
Das Projekt gliedert sich über eine hochkomplexe Struktur letztlich in eine Vielzahl von Arbeitspaketen auf, die jedes für sich ein umfangreiches Leistungsverzeichnis darstellen, in dem genau und verbindlich festgelegt ist, wer was wann und wo zu welchem Preis zu erbringen hat. Mit CIM Database PCS wird es zukünftig möglich sein, die Arbeitspakete und andere Projektobjekte nach vielen unterschiedlichen Kriterien zu betrachten, zu filtern, auszuwerten und aggregiert darzustellen. Darüber hinaus werden Abweichungen differenziert festgehalten und verfolgt. Die mächtigen, flexibel zu handhabenden Strukturierungs- und Reporting-Funktionalitäten des Systems haben letztlich den Ausschlag für das Votum seitens der TTG-Mitglieder gegeben. -sg-
Contact Software GmbH, Bremen Tel. 0421/20153-0, http://www.contact.de








