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Millionen-Investition für Solar Fuel
Das Venture-Capital-Unternehmen Aster Capital, zu dessen Geldgebern Alstom, Solvay Rhodia und Schneider Electric zählen, will 4 Millionen Euro in die Solar Fuel GmbH investieren. Das Unternehmen gilt als weltweit führender Hersteller von Anlagen und Systemen zur Konvertierung von Strom in synthetisches, CO2-neutrales Methan. Hinter diesem Verfahren steht der Denkansatz, das Stromnetz an das bestehende Erdgasnetz anzukoppeln und so dessen große Speicherkapazitäten auszuschöpfen.
Die Investition ist Teil einer Finanzierungsrunde in Höhe von 7,5 Millionen Euro, an der auch Ventrex Automotive GmbH (Österreich) und weitere Investoren beteiligt sind. Die Gelder aus der Finanzierungsrunde wird Solar Fuel nutzen, um die Entwicklung ihrer selbst entwickelten Technologien zur Gewinnung von Wasserstoff durch Elektrolyse und Konvertierung in Methangas voranzutreiben und die Marktentwicklung in Deutschland und anderen Ländern weiter zu forcieren.
Hinter dem einzigartigen, von Solar Fuel weiterentwickelten Verfahren zur Umwandlung von Strom in Wasserstoff bzw. Methan steht der Denkansatz, das Stromnetz an das bestehende Erdgasnetz anzukoppeln und so dessen große Speicherkapazitäten auszuschöpfen. Der wichtigste Faktor für die wirtschaftliche Nutzung künftiger Energieerzeugungssysteme mit einem großen Anteil von Strom aus erneuerbaren Energien wird das Vorhandensein kostengünstiger, umfangreicher Speicherkapazitäten sein. Die meisten anderen Speichertechnologien - auch Pumpspeicherkraftwerke - verfügen über Speicherkapazitäten von bestenfalls einigen Stunden und können nur die im Tagesverlauf auftretenden Lastspitzen abfedern. Mithilfe des Verfahrens lassen sich Überschüsse und Mangelsituationen in der Stromerzeugung über mehrere Tage bis Monate ausgleichen. Die erneuerbare Energie, deren Produktion andernfalls vielleicht gedrosselt werden müsste, kann somit langfristig gespeichert und transportiert werden oder auch anderweitig als zur Rückverstromung genutzt werden, etwa zum Heizen oder als Kraftstoff in Fahrzeugen.
Das Projekt
Solar Fuel wurde 2007 von einem Team erfahrener Ingenieure gegründet. Der Hauptsitz des Unternehmens ist Stuttgart, wo es in enger Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) neue Technologien entwickelt. Im norddeutschen Werlte errichtet Solar Fuel derzeit die weltweit größte Anlage zur Konvertierung von Strom zu synthetischem Methan, eine großtechnische Pilotanlage mit 6,3 MW für den Erstkunden Audi, der Ende 2013 ein erstes ab Werk mit Erdgasantrieb ausgerüstetes Fahrzeug auf den Markt bringen wird. Die Anlage, die im dritten Quartal 2013 den Betrieb aufnehmen soll, nutzt Windstrom und CO2 aus einer Biogasanlage zur Erzeugung von CO2-neutralem Kraftstoff, mit dem auch Langstreckenfahrten möglich werden. Diese Pilotanlage ist ein wichtiger Teil des von Audi entwickelten Konzepts "Balanced Mobility". kf








