Lenze steuert Roboter

Toolbox für Pick & Place

Zur SPS IPC Drives in Nürnberg erweitert Lenze als Spezialist für Motion Centric Automation seine Application Software Toolbox ‚Fast‘ um komplette, vorgefertigte Module für die Robotik. Mit ihnen soll die Integration von Robotern in die Gesamtautomatisierung und deren Bewegungssteuerung denkbar einfach gelingen. Lenze bietet Technologiemodule z.B. für Pick & Place-Applikationen sowie die entsprechende Koordinatentransformation für unterschiedliche Kinematiken.

Mit den Robotik-Modulen von Lenze ‚Fast‘ können Maschinenbauer Kinematiken in ihre Maschine integrieren, die mechanisch auf die Handlingaufgaben zugeschnitten sind. (Foto: Lenze)

Darin bereits integriert ist ein neu entwickelter, leistungsfähiger Robotik-Kern mit sechs Freiheitsgraden, der in dieser Form neuartig ist. Er ermöglicht höchste Freiheitsgrade bei der Bahnplanung durch PLCopen Part 4 und trägt dazu bei, Pick & Place-Bewegungen nur durch Parametrierung ohne Robotik-Kenntnisse auszuführen. In den Fast-Robotik-Modulen hat Lenze Robotik und Motion vereint. Proprietäre Systeme und aufwendige Schnittstellenprogrammierung entfallen.

Lenze teilt die Robotik in Kinematik und Bahnplanung auf. Die geometrische Berechnung des Roboters, das kinematische Modell, wurde mit einem universellen Verfahren zur Koordinatentransformation in Zusammenarbeit mit Universitäten im Kern integriert. Dadurch sind kundenspezifische Kinematiken ohne Vorkenntnisse der Robotik abzubilden. Lenze bietet integrierte Kinematikmodelle für Delta2-, Delta3-, Knickarm-, Scara- sowie verschiedene Arten von Portalrobotern an. Zusätzlich zu den bis zu sechs Hauptachsen können Hilfsachsen angesteuert werden, wodurch insbesondere geschwindigkeitsabhängige Prozesse, wie Klebstoffauftragung oder Schweißkopfführung umgesetzt sowie jegliche Arten von Werkzeugen am TCP (ToolCenterPoint) betrieben werden können. Auch eine Synchronisation des Roboters auf ein Förderband bspw. zum Greifen von bewegten Objekten ist möglich. bw

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